Der Kuschelbär, Teil II

Peter hatte sich auf das Bett gelegt, den Rücken an die Wand gelehnt. Anne konnte erkennen, dass seine Augen immer größer wurden und er sich vor Ungeduld mit der Zunge über die Lippen leckte. Sein Schwanz wippte leicht vor Erregung. Langsam, wie eine Raubkatze legte sie die Hände auf das Bett und ’schlich‘ sich an ihn heran. Vorsichtig stieg sie über seinen Körper, seine Beine waren unter ihr, immer näher kam sie seinem Oberkörper und Gesicht. Mit einem Lächeln auf den Lippen stützte sie sich an der Rückwand des Bettes ab und senkte ihren Unterleib auf ihn herab, begrub seinen Schwanz zwischen ihren Beinen. „Uhh, da kann es jemand kaum erwarten zum Zug zu kommen. Aber ein wenig wirst du dich noch gedulden müssen und zudem weißt du dass ohne Kondom bei mir gar nichts geht.“
Peter hatte ihr ungeduldig schon die Hände auf die Brust gelegt und begann sehr ungestüm ihre Nippel zu massieren. Gleichzeitig hob er seinen Unterkörper, versuchte seinen Schwanz in ihr zu versenken.  Das ganze machte einen sehr unbeholfenen Eindruck und bei aller Lust, die Anne nun doch auch überkommen hatte, konnte sie ihren Kopf nicht ausschalten. Für einen kurzen Moment schien es ihr, als ob sie neben dem Bett stehen würde und ihnen beiden beim Sex zuschaute. Sie realisierte, dass SIE hier ‚die Hosen anhatte‘ und dieses Spiel bestimmen würde. Bereits jetzt wusste sie, dass es hierfür keine Wiederholung geben würde.
Aber sie wollte das genießen, hoffte, dass sie auf ihre Kosten kommen würde. Darum beugte sie sich mit dem Oberkörper langsam weiter über Peter. Gierig, wie ein kleines, hungriges Kind legte er seinen Mund auf die Nippel einer Brust und begann daran zu saugen während er mit der anderen Hand weiter an ihr spielte. Währenddessen erhöhte sie den Druck ihres Unterleibs auf seinen Schwanz, kreiste das Becken und heizte ihn an.

„Langsam, sonst komme ich gleich. Lass mich nur schnell das Kondom anziehen und dann will ich dich ficken. Mein Riemen kann es kaum erwarten in dir abzutauchen“. Nur schwer hatte er sich von ihr lösen können und nun griff er mit der Hand nach dem, auf dem Nachttisch platzierten Gummi. Mit wenigen Handgriffen hatte er es ausgepackt und übergestreift. Anne hatte sich kurz erhoben und senkte sich nun wieder auf ihn herab. Er hielt seinen Schwanz fest und dirigierte ihn in ihre Mitte. Er war hart und groß, größer als der Schwanz von Thomas, ihrem Mann.
‚Wie sich das wohl anfühlen würde?‘ dachte sie in diesem Augenblick. Und schon war er in ihr, kaum hatte die Spitze ihre äußeren Schamlippen passiert, stieß er wuchtig zu. „Ahh, du bist so nass, das ist gut“ Seine Hände lagen nun auf ihrem Rücken, hielten sie in Position während er seinen Unterkörper fast wie auf einem Trampolin auf und ab bewegte, immer wieder in sie hinein stieß und heftig zu atmen begann. Anne musste sich mit beiden Händen abstützen, weiter nach vorne würde sie nicht rutschen, da war sein Bauch im Weg:(
Peter hatte in seiner Erregung vollkommen vergessen dass sie ja auch noch da war. Kein langsames Herantasten an den anderen, kein lustvolles Ineinandergleiten. Sie kam sich vor wie in einem Selbstbedienungsladen und sie war das Objekt der Begierde. ‚Ich bin hier im falschen Film‘ und doch..sie empfand Lust. Große Lust. Die Erkenntnis, dass ein Mann so auf sie reagierte erfüllte sie mit einer gewissen Befriedigung. Das machte – im Augenblick- alles andere wett.
Peter pumpte immer schneller in sie hinein, sein Atem ging heftig, auf seinem Körper und in seinem Gesicht hatte sich ein Schweißfilm gebildet. Anne musste sich vollkommen über ihn beugen, legte die Hände neben sein Gesicht, er hatte seine mittlerweile auf ihren Pobacken, drückte sie fest an sich heran damit er tiefer in sie hineinstoßen konnte. “ Es….es dauert nicht mehr lange. Du machst mich verrückt“ Seine ‚ohss..und ahhs‘ neben ihrem Ohr wurden lauter und gingen schon in der nächsten Sekunde in einen Schrei über als er sich mit einem Aufbäumen und einem letzten heftigen Stoß in das Kondom ergoß. Anne konnte spüren wie er pumpte. Leider hatte sie so garn nichts von diesem Akt gehabt. Immer mehr hatte ihr Kopf die Situation analysiert anstatt abzuschalten und das soweit als möglich zu genießen. Aber zu sehr hatte das ihrem Eheleben geglichen. Ein Mann der sich bedient und die Lust der Frau vergisst. Und genauso schnell war es auch vorüber gegangen.

„Lass mich kurz in’s Bad gehen und mich saubermachen. Dann können wir ein wenig kuscheln und uns unterhalten“ Wenig galant schob Peter sie zur Seite, während er mit einer Hand das Kondom an seinem bereits erschlaffenden Schwanz festhielt. Er schwang sich vom Bett und war im nächsten Moment auch schon im Bad verschwunden. Kurz darauf lief die Dusche. Anne hatte es sich im Bett bequem gemacht. Die Decke über ihren Körper gezogen lag sie nun mit geschlossenen Augen auf dem Rücken. Sollte sie tatsächlich noch länger hier bleiben? Was hatte sie erwartet? War Sex tatsächlich immer so unbefriedigend? War etwas falsch mit ihr, dass sie dabei nichts empfand, im Kopf nicht ‚loslassen‘ konnte? Die Gedanken rasten und doch kam sie zu keinem, für sie befriedigenden Ergebnis. Peter war ja eigentlich ganz nett, aber nicht das, was sie suchte. Da war ein Hunger und eine Sehnsucht in ihr die sie nicht greifen konnte. Ihr war klar, dass es ‚mehr‘ sein musste, sein konnte . Aber bei wem sollte sie dieses ‚mehr‘ finden? Sie würde weiter suchen müssen.

„So, jetzt bin ich wieder da, willst du dich auch schnell duschen?“ Peter ließ sich neben ihr auf’s Bett fallen und strich ihr mit der Hand über den Arm. Anne war so in Gedanken versunken gewesen, dass sie sein Kommen nicht bemerkt hatte. Schnell rollte sie sich vom Bett und lag kurz darauf ebenfalls frisch geduscht neben Peter.
„Das war spitze. Du hast es richtig drauf einen Mann anzumachen.“ Peter hatte die Sektgläser wieder gefüllt und reichte es ihr nun mit einem zufriedenen Lächeln. „Jetzt kannst du doch einen Schluck trinken?“
„Aber nur einen Schluck, mein Adrenalinspiegel ist noch recht hoch und ich verliere sonst den Überblick über das was ich hier mache“. Sekt war wirklich nicht ihr Ding, aber ein Schluck konnte ja nicht schaden. Entspannt lagen sie nebeneinander und unterhielten sich über Gott und die Welt. Peter hatte bereits auf einem anderen Portal einige Dates gehabt, für ihn war jedoch bisher ‚die Richtige‘ noch nicht dabei gewesen. „..aber mit dir, das könnte ich mir gut vorstellen. Ich bin beruflich immer wieder mal in deiner Gegend unterwegs.“ Um seinem Verlangen und seiner spürbar erneut aufkommenden Lust Ausdruck zu verleihen fuhr er mit den Füßen an ihren Beinen entlang, rückte näher an sie um ihr seinen schon wieder prallen Schwanz entgegen zu drücken. Anne spürte erste Lusttropfen an ihrem Bauch. Nun einmal wollte sie es noch versuchen, evtl. war es nun besser, nachdem er den ersten Hormonstau abgebaut hatte.
„Aber diesmal will ich unten liegen, mich bedienen lassen“ mit diesen Worten griff sie schon nach einem Kondom das noch auf dem Nachttisch lag und öffnete die Verpackung. Während sie mit einer Hand Peters Schwanz sanft massierte reichte sie ihm mit der anderen das Gummi. Safety first, dachte sie sich. Kaum hatte er es sich übergestreift zog sie zog Peter auf sich, und umklammerte mit ihren Beinen seinen Unterleib. Er hatte keine Chance gegen sie. Eigentlich wusste er nicht so ganz wie ihm geschah als sie nach ihm griff und seinen Schwanz dorthin dirigierte wo sie ihn jetzt haben wollte. Sie musste gar nicht mehr viel machen und schon legte er wieder los. In dieser Position schob er sich tief in sie hinein. Noch immer hielt sie ihn mit den Beinen umklammert, ja das war gut, besser als das erste Mal, aber immer noch nicht ‚befriedigend‘. „Verdammt, was ist bloß mit mir los?“ Viel weiter kam sie mit ihren Überlegungen nicht, Peter war wie ein Dampfhammer, laut prustend stieß er immer wieder in sie hinein, ihre Beine waren längst wieder auf das Bett gesunken, dem hatte sie nichts entgegen zu setzen. Dazu war er insgesamt zuviel Mann. Doch sie merkte wie er nachließ, schwer atmete und sich dann wieder mit einem letzten, fast verzweifelten Schwung seines Unterleibs in sie ergoss.
„Diese Position ist nicht gut für mich und meine Knie. Boahh, das macht mich fertig“ „..genau so einen Kommentar will Frau nach dem Sex hören“ kam es Anne in den Sinn als sie sich kommentarlos zur Seite und vom Bett rollte. „Bin gleich wieder da“ Diesmal war sie zuerst im Bad:) und nun ließ sie sich Zeit unter der Dusche. Und in’s Bett würde sie auch nicht mehr gehen. Ihr war bewusst, dass das nicht ganz fair war, aber sie wollte das jetzt beenden.
„Peter, sei mir nicht böse, ich weiß, du hast dir das hier etwas anders vorgestellt, aber das wird nichts mit uns beiden“ Während sie ihn mit einem bedauernden Blick ansah, begann Anne schon sich wieder anzuziehen. Sie musste hier weg. Weg vom Kuschelbär, der doch so war wie ihr Mann zu Hause. Von sich und seinen Qualitäten als Mann so eingenommen dass er sie als Frau mit ihren Bedürfnissen gar nicht wahrnahm. „Du bist ein netter Kerl, der der richtigen Frau bestimmt so einiges zu bieten hat. Aber diese Frau bin nicht ich“. Während sie sich weiter anzog hatte er sich auf die Kante des Bettes gesetzt und sah sie enttäuscht an. Damit hatte er nun gar nicht gerechnet. „Was habe ich denn falsch gemacht? Willst du mir denn keine Chance geben das beim nächsten Mal besser zu machen?“
„Ich glaube nicht, dass du das verstehen würdest, aber hast du dir mal Gedanken darüber gemacht wie ich das hier empfinde. Hast du dir mit mir Zeit gelassen, hast du auf Signale meines Körpers geachtet, hast du dich so lange beherrscht bis ICH gekommen bin? Ich glaube all diese Fragen wirst du mit ’nein‘ beantworten‘ und da hast du auch schon deine Antwort“ Mit diesen Worten schloss sie den Reißverschluss an ihren Stiefeln und griff nach ihrer Jacke. War schon ein merkwürdiges Bild. Er noch im Adamskostüm saß wie ein kleines Häufchen Elend auf dem Bett und sie war vollständig bekleidet.
„Ein wenig muss ich dir doch dankbar sein. Ich weiß nun schon ein wenig mehr, auf das ich bei einem Mann achten muss. Ich danke dir für einen netten Nachmittag.“ Sie küsste ihn nochmal flüchtig auf beide Wangen und verließ dann das Zimmer.

Im Fahrstuhl atmete sie nochmal tief ein und aus, schloss die Augen und beschloss für sich, dass das ein nicht optimal gelungener Start in ihre Seitenspringerkarriere war. Sie würde weitersuchen, denn ihr Hunger war noch lange nicht gestillt.

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