Der Kuschelbär


Mit einem Ruck stoppte der Zug im Bahnhof. Sie war nun wirklich hier um zum ersten Mal ‚auf die Seite zu springen‘ wie  Anne es für sich selbst nannte. Aus der Reihe tanzen traf es wohl eher. Sie hatte sich mit einem ‚bis heute Abend‘ von Thomas verabschiedet. Der wünschte ihr noch viel Spaß bei der Ausstellung „Wenn du noch Zeit hast kannst du dir ja noch was schönes kaufen“ meinte er zum Schluss. Immer fürsorglich und bedacht- Anne langweilte das ein wenig. Sie wünschte sich oft einen Mann der dominanter war, mehr die Richtung in der Ehe vorgab. Aber Thomas war hier eher das Gegenteil.
Doch nun war sie hier. Auf dem Bahnsteig orientierte sie sich kurz, welchen der beiden Ausgänge sie nehmen sollte und machte sich auf den Weg zum Hotel. Peter- so nannte sich  der Kuschelbär – schrieb ihr gestern den Namen des Hotels, in dem er für sie ein Zimmer reserviert hatte. Sie hatte sich informierte wie sie am Besten zu Fuß dort hin kommen würde. War ein Fußmarsch von 10 Minuten, nochmal Zeit genug tief durchzuatmen und allen Mut zusammenzunehmen. Es war ein komisches Gefühl. Sie wusste, dass sie in wohl weniger als einer Stunde mit einem wildfremden Mann im Bett landen würde. Auch wenn sie beide vereinbart hatten erst einmal einen Kaffee zu trinken und sich  ein wenig zu unterhalten und Peter ihr die Möglichkeit offen ließ doch noch einen Rückzieher zu machen. Das kam wohl nicht in Frage. Nur wenn er in der Realität so gar nicht wie auf den Bildern aussah….dann…

Während sie die letzten Mailkontakte mit ihm so in Gedanken Revue passieren ließ,kam sie beim Hotel an. Ein kurzer Blick auf ihr Spiegelbild in den Glastüren des Eingangsbereiches bestätigte ihr, dass sie gut aussah. Mit Bedacht hatte sie sich für lässige Eleganz entschieden. Bluse, Rock, Overknees und einen etwas wärmeren Mantel. Zufrieden mit sich betrat sie dann die Eingangshalle. Peter meinte, er würde an der Lobby auf sie warten, und ja, da stand er! ‚Puhh, etwas korpulenter und größer als er auf den Bildern ausgesehen hatte‘ dachte sie für sich , als er auch mit offenen Armen auf sie zukam. „Schön dass du wirklich hier bist. Ich war mir dann doch nicht mehr so sicher ob du auch wirklich kommst“ Mit einem ehr verlegenen Lächeln umarmte Peter sie vorsichtig und trat dann einen Schritt zurück.
‚Was soll denn das für eine Begrüßung sein?‘ dachte Anne für sich. Von der Selbstsicherheit, die er in ihrem Schriftverkehr ausgestrahlt hatte, war so überhaupt nichts mehr zu merken. Er wirkte plötzlich wie ein kleiner Schuljunge auf sie. Merkwürdigerweise machte das die Sache leichter für Anne. Mit einem solchen Mann konnte sie umgehen. So einen hatte sie zu Hause und mit dieser Erkenntnis verloren sich ihre Bedenken und Ängste auf einen Schlag.

„Lass uns doch erst an der Bar etwas trinken gehen. Ich würde gerne etwas mit dir reden und runterkommen. So gleich auf’s Zimmer- das hat wohl doch einen besonderen Beigeschmack“ Sie legte ihre Hand auf seinen Arm und lächelte ihn kokett an. Das konnte sie gut, auch wenn sie das sonst bei den Männern nicht einsetzte. Peter drehte sich dann auch sofort Richtung Bar und wenig später saßen sie gemütlich am Tresen. Er mit einem Kaffee, und sie mit einem Bitter Lemon. Schnell kamen sie ungezwungen in’s Gespräch und Anne entspannte sich immer mehr. Sie konnte jedoch sehen, dass Peter richtig nervös war. Immer wieder rieb er seine Hand über den Oberschenkel und wich ihrem Blick aus. „Sollen wir nach oben gehen? Du hast doch schon den Zimmerschlüssel besorgt?“ Sie ergriff die Initiative, so lange wollte sie hier nun auch nicht sitzen. „ja, klar doch. Lass uns gehen, ich freue mich schon sehr auf dich“. Er griff nach seinem kleinen Koffer, legte ihr die Hand sanft auf den Rücken und gemeinsam liefen sie zum Aufzug, der sie in den 3. Stock des Hotels brachte. Das Zimmer befand sich am Ende des Flurs „damit man uns nicht so schreien hört“ ‚meinte er das nun ernst?‘ dachte Anne bei sich. Peter schien sehr von sich eingenommen zu sein, oder er war ein Mann der beim Sex sehr laut wurde? Sie würde sich überraschen lassen.

Im Zimmer angekommen entledigte Peter sich seines Mantels und Krawatte und begann einige Dinge aus seinem Koffer auszupacken. ‚Oh, da hat aber jemand vorgesorgt‘ 🙂 Anne musste lächeln als Peter eine Flasche Sekt und 2 Gläser auf den Tisch stellte. Dann drehte er sich herum und überreichte ihr ein, mit Geschenkpapier eingewickeltes Päckchen. „Ich wollte dir noch eine kleine Freude machen, du liest doch so gerne“ ‚Oh Mann, das konnte ja heiter werden, hoffentlich war er im Bett nicht ganz so weichgespült‘. Auf Geschenke legte Anne so gar keinen  Wert. Sie suchte einen Spielgefährten für’s Bett und keine langfristige Affaire. „Danke, das wäre nicht nötig gewesen.“ Kaum hatte sie das gesagt trat Peter nahe an Sie heran, legte ihr seine Hand in den Nacken und küsste sie. Sie musste ihren Kopf schon sehr nach hinten beugen da er so groß war.

Heftig presste er seine Lippen auf ihre, während seine Hände über ihren Rücken strichen, seine Zunge bahnte sich den Weg in ihren Mund. Das hatte so nichts von dem zurückhaltenden Mann der er noch vor wenigen Sekunden gewesen war. Gleichzeitig presste er sich eng an sie, Anne konnte seine Erregung an ihrem Bauch spüren. Die Hose war prall gefüllt. „Du machst mich wahnsinnig, zieh mich aus“ Nur kurz hatte er von ihr abgelassen und begann nun auch schon ihre Bluse aufzuknöpfen.
Anne ging das nun fast schon zu schnell. „Langsam, ich glaube das mit dem Ausziehen machen wir besser selbst, nicht dass da bei mir noch ein Knopf abreißt, du kannst es ja scheinbar kaum erwarten“. Er atmete einmal tief durch, trat etwas zurück und schon saß er auf dem Bett um sich seiner Schuhe und Strümpfe zu entledigen. Wenig später stand er nur noch in Unterhosen vor ihr. „Schiesser Feinripp mit Eingriff- na super“ Anne konnte sich ein Grinsen kaum verkneifen. Sie hatte sich extra neue Unterwäsche besorgt. Schwarz, mit einer roten Schleife am BH. Die Strümpfe waren halterlos. „Oh mann, du siehst so heiß aus. Da werde ich mich nicht lange zurückhalten können“. Mit dieser Bemerkung entledigte er sich des letzten Kleidungsstücks, wenig elegant stützte er sich dabei an der Bettkante ab. Seine Erregung war nicht zu übersehen. Sein Schwanz sprang sie förmlich schon an. „Ich habe mich extra für dich nochmal rasiert….überall“.
„Drüber hatten wir uns ja unterhalten. Ich finde es einfach ansprechender wenn ich meine Hände nicht durch einen dichten Urwald wühlen muss“ Langsam, mit einem lasziven Hüftschwung kam sie auf ihn zu. Gleichzeitig öffnete sie mit ihrer rechten Hand den Verschluss des BH’s und stand mit nacktem Oberkörper vor Peter. Ihre Nippel waren hart, zeigten auch ihre Erregung. Darüber hinaus konnte Anne schon fühlen was er wohl auch gleich feststellen würde. Sie war nass, bereit ihn in sich aufzunehmen, doch noch hatte sie ihr Höschen an. Mit jedem Schritt den sie auf ihn zumachte zog sie das Teil etwas weiter nach unten. Sie wollte ihn bewusst noch weiter anheizen, genoss die Situation und spürte welche ‚Macht‘ sie auf seine Lust schon ausübte.

„Let the game begin“ dachte sie bei sich als sie sich des Slips entledigte.

 

( Bild aus Pixabay.com)

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