Im Zug

Hier saß sie nun, wieder auf dem Weg nach Hause zu Thomas.
Den Kuschelbär hatte sie recht abrupt verlassen. Ihn regelrecht im Zimmer ’stehen lassen‘. Das war sonst so gar nicht Anne’s Art. Sie, die immer zuverlässig funktionierte und auf die Befindlichkeiten anderer Rücksicht nahm. Aber sie hatte auf einmal das Gefühl gehabt keine Luft mehr zu bekommen, aus dem Zimmer, aus der Situation heraus zu müssen. Vor dem Hotel hatte sie nochmal ihre Kleider gerichtet, tief Luft geholt und  sich dann auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Nach shoppen stand ihr nun nicht mehr der Sinn, auch wenn dafür noch genug Zeit gewesen wäre.

Als der Zug nun langsam aus dem Bahnhof fuhr,machte Anne es sich im Sitz bequem und ließ ihre Gedanken schweifen. Sie hatte ihren Mann betrogen. Irgendwie tat er ihr leid, und doch wusste sie, dass sie es wieder tun würde. Das Gefühl der Leere, das in letzter Zeit immer mehr Besitz von ihr ergriff musste gefüllt werden. Irgendetwas war in ihr erwacht. Und sie ahnte, dass da etwas verborgenes in ihr schlummerte. Ein geheimes Verlangen das sich nun bald seinen Weg an die Oberfläche bahnen würde.

Sie zückte ihr Handy und begann auf Ihrem Seitenspringerprofil nach einem neuen Kontakt zu suchen.

Der Kuschelbär, Teil II

Peter hatte sich auf das Bett gelegt, den Rücken an die Wand gelehnt. Anne konnte erkennen, dass seine Augen immer größer wurden und er sich vor Ungeduld mit der Zunge über die Lippen leckte. Sein Schwanz wippte leicht vor Erregung. Langsam, wie eine Raubkatze legte sie die Hände auf das Bett und ’schlich‘ sich an ihn heran. Vorsichtig stieg sie über seinen Körper, seine Beine waren unter ihr, immer näher kam sie seinem Oberkörper und Gesicht. Mit einem Lächeln auf den Lippen stützte sie sich an der Rückwand des Bettes ab und senkte ihren Unterleib auf ihn herab, begrub seinen Schwanz zwischen ihren Beinen. „Uhh, da kann es jemand kaum erwarten zum Zug zu kommen. Aber ein wenig wirst du dich noch gedulden müssen und zudem weißt du dass ohne Kondom bei mir gar nichts geht.“
Peter hatte ihr ungeduldig schon die Hände auf die Brust gelegt und begann sehr ungestüm ihre Nippel zu massieren. Gleichzeitig hob er seinen Unterkörper, versuchte seinen Schwanz in ihr zu versenken.  Das ganze machte einen sehr unbeholfenen Eindruck und bei aller Lust, die Anne nun doch auch überkommen hatte, konnte sie ihren Kopf nicht ausschalten. Für einen kurzen Moment schien es ihr, als ob sie neben dem Bett stehen würde und ihnen beiden beim Sex zuschaute. Sie realisierte, dass SIE hier ‚die Hosen anhatte‘ und dieses Spiel bestimmen würde. Bereits jetzt wusste sie, dass es hierfür keine Wiederholung geben würde.
Aber sie wollte das genießen, hoffte, dass sie auf ihre Kosten kommen würde. Darum beugte sie sich mit dem Oberkörper langsam weiter über Peter. Gierig, wie ein kleines, hungriges Kind legte er seinen Mund auf die Nippel einer Brust und begann daran zu saugen während er mit der anderen Hand weiter an ihr spielte. Währenddessen erhöhte sie den Druck ihres Unterleibs auf seinen Schwanz, kreiste das Becken und heizte ihn an.

„Langsam, sonst komme ich gleich. Lass mich nur schnell das Kondom anziehen und dann will ich dich ficken. Mein Riemen kann es kaum erwarten in dir abzutauchen“. Nur schwer hatte er sich von ihr lösen können und nun griff er mit der Hand nach dem, auf dem Nachttisch platzierten Gummi. Mit wenigen Handgriffen hatte er es ausgepackt und übergestreift. Anne hatte sich kurz erhoben und senkte sich nun wieder auf ihn herab. Er hielt seinen Schwanz fest und dirigierte ihn in ihre Mitte. Er war hart und groß, größer als der Schwanz von Thomas, ihrem Mann.
‚Wie sich das wohl anfühlen würde?‘ dachte sie in diesem Augenblick. Und schon war er in ihr, kaum hatte die Spitze ihre äußeren Schamlippen passiert, stieß er wuchtig zu. „Ahh, du bist so nass, das ist gut“ Seine Hände lagen nun auf ihrem Rücken, hielten sie in Position während er seinen Unterkörper fast wie auf einem Trampolin auf und ab bewegte, immer wieder in sie hinein stieß und heftig zu atmen begann. Anne musste sich mit beiden Händen abstützen, weiter nach vorne würde sie nicht rutschen, da war sein Bauch im Weg:(
Peter hatte in seiner Erregung vollkommen vergessen dass sie ja auch noch da war. Kein langsames Herantasten an den anderen, kein lustvolles Ineinandergleiten. Sie kam sich vor wie in einem Selbstbedienungsladen und sie war das Objekt der Begierde. ‚Ich bin hier im falschen Film‘ und doch..sie empfand Lust. Große Lust. Die Erkenntnis, dass ein Mann so auf sie reagierte erfüllte sie mit einer gewissen Befriedigung. Das machte – im Augenblick- alles andere wett.
Peter pumpte immer schneller in sie hinein, sein Atem ging heftig, auf seinem Körper und in seinem Gesicht hatte sich ein Schweißfilm gebildet. Anne musste sich vollkommen über ihn beugen, legte die Hände neben sein Gesicht, er hatte seine mittlerweile auf ihren Pobacken, drückte sie fest an sich heran damit er tiefer in sie hineinstoßen konnte. “ Es….es dauert nicht mehr lange. Du machst mich verrückt“ Seine ‚ohss..und ahhs‘ neben ihrem Ohr wurden lauter und gingen schon in der nächsten Sekunde in einen Schrei über als er sich mit einem Aufbäumen und einem letzten heftigen Stoß in das Kondom ergoß. Anne konnte spüren wie er pumpte. Leider hatte sie so garn nichts von diesem Akt gehabt. Immer mehr hatte ihr Kopf die Situation analysiert anstatt abzuschalten und das soweit als möglich zu genießen. Aber zu sehr hatte das ihrem Eheleben geglichen. Ein Mann der sich bedient und die Lust der Frau vergisst. Und genauso schnell war es auch vorüber gegangen.

„Lass mich kurz in’s Bad gehen und mich saubermachen. Dann können wir ein wenig kuscheln und uns unterhalten“ Wenig galant schob Peter sie zur Seite, während er mit einer Hand das Kondom an seinem bereits erschlaffenden Schwanz festhielt. Er schwang sich vom Bett und war im nächsten Moment auch schon im Bad verschwunden. Kurz darauf lief die Dusche. Anne hatte es sich im Bett bequem gemacht. Die Decke über ihren Körper gezogen lag sie nun mit geschlossenen Augen auf dem Rücken. Sollte sie tatsächlich noch länger hier bleiben? Was hatte sie erwartet? War Sex tatsächlich immer so unbefriedigend? War etwas falsch mit ihr, dass sie dabei nichts empfand, im Kopf nicht ‚loslassen‘ konnte? Die Gedanken rasten und doch kam sie zu keinem, für sie befriedigenden Ergebnis. Peter war ja eigentlich ganz nett, aber nicht das, was sie suchte. Da war ein Hunger und eine Sehnsucht in ihr die sie nicht greifen konnte. Ihr war klar, dass es ‚mehr‘ sein musste, sein konnte . Aber bei wem sollte sie dieses ‚mehr‘ finden? Sie würde weiter suchen müssen.

„So, jetzt bin ich wieder da, willst du dich auch schnell duschen?“ Peter ließ sich neben ihr auf’s Bett fallen und strich ihr mit der Hand über den Arm. Anne war so in Gedanken versunken gewesen, dass sie sein Kommen nicht bemerkt hatte. Schnell rollte sie sich vom Bett und lag kurz darauf ebenfalls frisch geduscht neben Peter.
„Das war spitze. Du hast es richtig drauf einen Mann anzumachen.“ Peter hatte die Sektgläser wieder gefüllt und reichte es ihr nun mit einem zufriedenen Lächeln. „Jetzt kannst du doch einen Schluck trinken?“
„Aber nur einen Schluck, mein Adrenalinspiegel ist noch recht hoch und ich verliere sonst den Überblick über das was ich hier mache“. Sekt war wirklich nicht ihr Ding, aber ein Schluck konnte ja nicht schaden. Entspannt lagen sie nebeneinander und unterhielten sich über Gott und die Welt. Peter hatte bereits auf einem anderen Portal einige Dates gehabt, für ihn war jedoch bisher ‚die Richtige‘ noch nicht dabei gewesen. „..aber mit dir, das könnte ich mir gut vorstellen. Ich bin beruflich immer wieder mal in deiner Gegend unterwegs.“ Um seinem Verlangen und seiner spürbar erneut aufkommenden Lust Ausdruck zu verleihen fuhr er mit den Füßen an ihren Beinen entlang, rückte näher an sie um ihr seinen schon wieder prallen Schwanz entgegen zu drücken. Anne spürte erste Lusttropfen an ihrem Bauch. Nun einmal wollte sie es noch versuchen, evtl. war es nun besser, nachdem er den ersten Hormonstau abgebaut hatte.
„Aber diesmal will ich unten liegen, mich bedienen lassen“ mit diesen Worten griff sie schon nach einem Kondom das noch auf dem Nachttisch lag und öffnete die Verpackung. Während sie mit einer Hand Peters Schwanz sanft massierte reichte sie ihm mit der anderen das Gummi. Safety first, dachte sie sich. Kaum hatte er es sich übergestreift zog sie zog Peter auf sich, und umklammerte mit ihren Beinen seinen Unterleib. Er hatte keine Chance gegen sie. Eigentlich wusste er nicht so ganz wie ihm geschah als sie nach ihm griff und seinen Schwanz dorthin dirigierte wo sie ihn jetzt haben wollte. Sie musste gar nicht mehr viel machen und schon legte er wieder los. In dieser Position schob er sich tief in sie hinein. Noch immer hielt sie ihn mit den Beinen umklammert, ja das war gut, besser als das erste Mal, aber immer noch nicht ‚befriedigend‘. „Verdammt, was ist bloß mit mir los?“ Viel weiter kam sie mit ihren Überlegungen nicht, Peter war wie ein Dampfhammer, laut prustend stieß er immer wieder in sie hinein, ihre Beine waren längst wieder auf das Bett gesunken, dem hatte sie nichts entgegen zu setzen. Dazu war er insgesamt zuviel Mann. Doch sie merkte wie er nachließ, schwer atmete und sich dann wieder mit einem letzten, fast verzweifelten Schwung seines Unterleibs in sie ergoss.
„Diese Position ist nicht gut für mich und meine Knie. Boahh, das macht mich fertig“ „..genau so einen Kommentar will Frau nach dem Sex hören“ kam es Anne in den Sinn als sie sich kommentarlos zur Seite und vom Bett rollte. „Bin gleich wieder da“ Diesmal war sie zuerst im Bad:) und nun ließ sie sich Zeit unter der Dusche. Und in’s Bett würde sie auch nicht mehr gehen. Ihr war bewusst, dass das nicht ganz fair war, aber sie wollte das jetzt beenden.
„Peter, sei mir nicht böse, ich weiß, du hast dir das hier etwas anders vorgestellt, aber das wird nichts mit uns beiden“ Während sie ihn mit einem bedauernden Blick ansah, begann Anne schon sich wieder anzuziehen. Sie musste hier weg. Weg vom Kuschelbär, der doch so war wie ihr Mann zu Hause. Von sich und seinen Qualitäten als Mann so eingenommen dass er sie als Frau mit ihren Bedürfnissen gar nicht wahrnahm. „Du bist ein netter Kerl, der der richtigen Frau bestimmt so einiges zu bieten hat. Aber diese Frau bin nicht ich“. Während sie sich weiter anzog hatte er sich auf die Kante des Bettes gesetzt und sah sie enttäuscht an. Damit hatte er nun gar nicht gerechnet. „Was habe ich denn falsch gemacht? Willst du mir denn keine Chance geben das beim nächsten Mal besser zu machen?“
„Ich glaube nicht, dass du das verstehen würdest, aber hast du dir mal Gedanken darüber gemacht wie ich das hier empfinde. Hast du dir mit mir Zeit gelassen, hast du auf Signale meines Körpers geachtet, hast du dich so lange beherrscht bis ICH gekommen bin? Ich glaube all diese Fragen wirst du mit ’nein‘ beantworten‘ und da hast du auch schon deine Antwort“ Mit diesen Worten schloss sie den Reißverschluss an ihren Stiefeln und griff nach ihrer Jacke. War schon ein merkwürdiges Bild. Er noch im Adamskostüm saß wie ein kleines Häufchen Elend auf dem Bett und sie war vollständig bekleidet.
„Ein wenig muss ich dir doch dankbar sein. Ich weiß nun schon ein wenig mehr, auf das ich bei einem Mann achten muss. Ich danke dir für einen netten Nachmittag.“ Sie küsste ihn nochmal flüchtig auf beide Wangen und verließ dann das Zimmer.

Im Fahrstuhl atmete sie nochmal tief ein und aus, schloss die Augen und beschloss für sich, dass das ein nicht optimal gelungener Start in ihre Seitenspringerkarriere war. Sie würde weitersuchen, denn ihr Hunger war noch lange nicht gestillt.

Der Kuschelbär


Mit einem Ruck stoppte der Zug im Bahnhof. Sie war nun wirklich hier um zum ersten Mal ‚auf die Seite zu springen‘ wie  Anne es für sich selbst nannte. Aus der Reihe tanzen traf es wohl eher. Sie hatte sich mit einem ‚bis heute Abend‘ von Thomas verabschiedet. Der wünschte ihr noch viel Spaß bei der Ausstellung „Wenn du noch Zeit hast kannst du dir ja noch was schönes kaufen“ meinte er zum Schluss. Immer fürsorglich und bedacht- Anne langweilte das ein wenig. Sie wünschte sich oft einen Mann der dominanter war, mehr die Richtung in der Ehe vorgab. Aber Thomas war hier eher das Gegenteil.
Doch nun war sie hier. Auf dem Bahnsteig orientierte sie sich kurz, welchen der beiden Ausgänge sie nehmen sollte und machte sich auf den Weg zum Hotel. Peter- so nannte sich  der Kuschelbär – schrieb ihr gestern den Namen des Hotels, in dem er für sie ein Zimmer reserviert hatte. Sie hatte sich informierte wie sie am Besten zu Fuß dort hin kommen würde. War ein Fußmarsch von 10 Minuten, nochmal Zeit genug tief durchzuatmen und allen Mut zusammenzunehmen. Es war ein komisches Gefühl. Sie wusste, dass sie in wohl weniger als einer Stunde mit einem wildfremden Mann im Bett landen würde. Auch wenn sie beide vereinbart hatten erst einmal einen Kaffee zu trinken und sich  ein wenig zu unterhalten und Peter ihr die Möglichkeit offen ließ doch noch einen Rückzieher zu machen. Das kam wohl nicht in Frage. Nur wenn er in der Realität so gar nicht wie auf den Bildern aussah….dann…

Während sie die letzten Mailkontakte mit ihm so in Gedanken Revue passieren ließ,kam sie beim Hotel an. Ein kurzer Blick auf ihr Spiegelbild in den Glastüren des Eingangsbereiches bestätigte ihr, dass sie gut aussah. Mit Bedacht hatte sie sich für lässige Eleganz entschieden. Bluse, Rock, Overknees und einen etwas wärmeren Mantel. Zufrieden mit sich betrat sie dann die Eingangshalle. Peter meinte, er würde an der Lobby auf sie warten, und ja, da stand er! ‚Puhh, etwas korpulenter und größer als er auf den Bildern ausgesehen hatte‘ dachte sie für sich , als er auch mit offenen Armen auf sie zukam. „Schön dass du wirklich hier bist. Ich war mir dann doch nicht mehr so sicher ob du auch wirklich kommst“ Mit einem ehr verlegenen Lächeln umarmte Peter sie vorsichtig und trat dann einen Schritt zurück.
‚Was soll denn das für eine Begrüßung sein?‘ dachte Anne für sich. Von der Selbstsicherheit, die er in ihrem Schriftverkehr ausgestrahlt hatte, war so überhaupt nichts mehr zu merken. Er wirkte plötzlich wie ein kleiner Schuljunge auf sie. Merkwürdigerweise machte das die Sache leichter für Anne. Mit einem solchen Mann konnte sie umgehen. So einen hatte sie zu Hause und mit dieser Erkenntnis verloren sich ihre Bedenken und Ängste auf einen Schlag.

„Lass uns doch erst an der Bar etwas trinken gehen. Ich würde gerne etwas mit dir reden und runterkommen. So gleich auf’s Zimmer- das hat wohl doch einen besonderen Beigeschmack“ Sie legte ihre Hand auf seinen Arm und lächelte ihn kokett an. Das konnte sie gut, auch wenn sie das sonst bei den Männern nicht einsetzte. Peter drehte sich dann auch sofort Richtung Bar und wenig später saßen sie gemütlich am Tresen. Er mit einem Kaffee, und sie mit einem Bitter Lemon. Schnell kamen sie ungezwungen in’s Gespräch und Anne entspannte sich immer mehr. Sie konnte jedoch sehen, dass Peter richtig nervös war. Immer wieder rieb er seine Hand über den Oberschenkel und wich ihrem Blick aus. „Sollen wir nach oben gehen? Du hast doch schon den Zimmerschlüssel besorgt?“ Sie ergriff die Initiative, so lange wollte sie hier nun auch nicht sitzen. „ja, klar doch. Lass uns gehen, ich freue mich schon sehr auf dich“. Er griff nach seinem kleinen Koffer, legte ihr die Hand sanft auf den Rücken und gemeinsam liefen sie zum Aufzug, der sie in den 3. Stock des Hotels brachte. Das Zimmer befand sich am Ende des Flurs „damit man uns nicht so schreien hört“ ‚meinte er das nun ernst?‘ dachte Anne bei sich. Peter schien sehr von sich eingenommen zu sein, oder er war ein Mann der beim Sex sehr laut wurde? Sie würde sich überraschen lassen.

Im Zimmer angekommen entledigte Peter sich seines Mantels und Krawatte und begann einige Dinge aus seinem Koffer auszupacken. ‚Oh, da hat aber jemand vorgesorgt‘ 🙂 Anne musste lächeln als Peter eine Flasche Sekt und 2 Gläser auf den Tisch stellte. Dann drehte er sich herum und überreichte ihr ein, mit Geschenkpapier eingewickeltes Päckchen. „Ich wollte dir noch eine kleine Freude machen, du liest doch so gerne“ ‚Oh Mann, das konnte ja heiter werden, hoffentlich war er im Bett nicht ganz so weichgespült‘. Auf Geschenke legte Anne so gar keinen  Wert. Sie suchte einen Spielgefährten für’s Bett und keine langfristige Affaire. „Danke, das wäre nicht nötig gewesen.“ Kaum hatte sie das gesagt trat Peter nahe an Sie heran, legte ihr seine Hand in den Nacken und küsste sie. Sie musste ihren Kopf schon sehr nach hinten beugen da er so groß war.

Heftig presste er seine Lippen auf ihre, während seine Hände über ihren Rücken strichen, seine Zunge bahnte sich den Weg in ihren Mund. Das hatte so nichts von dem zurückhaltenden Mann der er noch vor wenigen Sekunden gewesen war. Gleichzeitig presste er sich eng an sie, Anne konnte seine Erregung an ihrem Bauch spüren. Die Hose war prall gefüllt. „Du machst mich wahnsinnig, zieh mich aus“ Nur kurz hatte er von ihr abgelassen und begann nun auch schon ihre Bluse aufzuknöpfen.
Anne ging das nun fast schon zu schnell. „Langsam, ich glaube das mit dem Ausziehen machen wir besser selbst, nicht dass da bei mir noch ein Knopf abreißt, du kannst es ja scheinbar kaum erwarten“. Er atmete einmal tief durch, trat etwas zurück und schon saß er auf dem Bett um sich seiner Schuhe und Strümpfe zu entledigen. Wenig später stand er nur noch in Unterhosen vor ihr. „Schiesser Feinripp mit Eingriff- na super“ Anne konnte sich ein Grinsen kaum verkneifen. Sie hatte sich extra neue Unterwäsche besorgt. Schwarz, mit einer roten Schleife am BH. Die Strümpfe waren halterlos. „Oh mann, du siehst so heiß aus. Da werde ich mich nicht lange zurückhalten können“. Mit dieser Bemerkung entledigte er sich des letzten Kleidungsstücks, wenig elegant stützte er sich dabei an der Bettkante ab. Seine Erregung war nicht zu übersehen. Sein Schwanz sprang sie förmlich schon an. „Ich habe mich extra für dich nochmal rasiert….überall“.
„Drüber hatten wir uns ja unterhalten. Ich finde es einfach ansprechender wenn ich meine Hände nicht durch einen dichten Urwald wühlen muss“ Langsam, mit einem lasziven Hüftschwung kam sie auf ihn zu. Gleichzeitig öffnete sie mit ihrer rechten Hand den Verschluss des BH’s und stand mit nacktem Oberkörper vor Peter. Ihre Nippel waren hart, zeigten auch ihre Erregung. Darüber hinaus konnte Anne schon fühlen was er wohl auch gleich feststellen würde. Sie war nass, bereit ihn in sich aufzunehmen, doch noch hatte sie ihr Höschen an. Mit jedem Schritt den sie auf ihn zumachte zog sie das Teil etwas weiter nach unten. Sie wollte ihn bewusst noch weiter anheizen, genoss die Situation und spürte welche ‚Macht‘ sie auf seine Lust schon ausübte.

„Let the game begin“ dachte sie bei sich als sie sich des Slips entledigte.

 

( Bild aus Pixabay.com)

Erste Kontakte

Nun, nachdem Anne ihr Profil online gestellt hatte, hieß es abwarten. Würde sich tatsächlich ein Mann finden, der Interesse an ihr hätte? Sie hatte ihr Profilbild hinter einer Maske versteckt. So sahen potentielle ‚Partner‘ dass da wirklich eine Frau war, aber SIE würde entscheiden wann sie sich hier enthüllen wollte.
Ihr Kopfkino lief schon seit der Registrierung auf Hochtouren. Wie würde es sein, einen Mann anzuschreiben mit dem Wissen, dass es hier wirklich nur um ‚das Eine‘ ging. Und, was noch wichtiger war, würde sie am Ende wirklich den Mut aufbringen mit einem wildfremden Kerl in die Kiste zu steigen?  Doch dann ging alles viel schneller als sie gedacht hatte. Kaum waren Profil und Bild online da trudelten auch schon die ersten Kontaktanfragen ein.
Ließ sich gut an. Einer dieser Männer wohnte auch nicht weit entfernt. Und das war etwas, das Anne in ihrer ersten Lust so vollkommen außer Acht gelassen hatte. Wo sollte man sich treffen? Bei ihr zu Hause ging das ja wohl auf keinen Fall. Nicht nur, dass Frau Müller aus dem ersten Stock sich den Mund zerrissen hätte- die alte Schachtel hatte den lieben langen Tag nichts anderes zu tun als hinter sämtlichen Mitbewohnern des Hauses hinterherzuspionieren- nein, Anne hätte ihre Anonymität aufgeben müssen. Und das wollte sie auf keinen Fall. Und soweit ging ihre Lust nun doch nicht dass sie sich mit anderen Männern in ihrem Ehebett vergnügt hätte. Sowas auch noch bei Abwesenheit von Thomas zu organisieren würde ihre organisatorischen Fähigkeiten übersteigen.
Also ein Hotel, oder, wenn ER ledig war, bei ihm zu Hause. Doch das barg natürlich die Gefahr mal an den Falschen zu geraten. Das war riskant in einer Zeit, in der man immer wieder von Sexsklavinnen, sexuellem Missbrauch o.ä. in der Presse hörte.
Das mit dem Seitensprung war doch nicht so ganz einfach. Aber erst einmal musste  der entsprechende Kerl gefunden werden. Die logistischen Probleme wollte sie angehen wenn es soweit war. Vorerst sollte es  genügen sich schriftlich auszutauschen und so abzuchecken ob da auch Hirn hinter einer großen Klappe steckte. Und große Klappen hatten sie alle die Anne anschrieben.

Sie war erschrocken darüber mit welcher Abfälligkeit manche Männer hier agierten. Da waren oft nur einige wenige Sätze, voller Rechtschreibfehler, plumpe Anmachen – Willst du einen richtigen großen Schwanz, komm ich will es dir besorgen. bis zu ‚du hast es doch nötig mal so richtig durchgefickt zu werden‘ Selten war da mehr, kaum etwas, das Anne’s Interesse geweckt hätte. Die Seiten dieser Männer glichen sich oft. Kaum Profiltext, selten ein Bild- sie würde ihr eigenes Bild nur freischalten wenn sie das Bild des Mannes gesehen hatte um auch sicher zu gehen, dass sie keine unliebsame Überraschung erlebte. Meinten die alle, dass man als Frau gleich Freiwild war wenn man sich auf einer solchen Seite registrierte? Dass die Kerle auf die Suche gingen war offensichtlich gesellschaftlich akzeptierter. MANN wollte sich ja auch als potenter Hengst präsentieren. Frauen wurden offensichtlich als ‚leichte Mädchen‘  gesehen die man so nebenbei vernaschen konnte.

Aber Anne wollte sich davon nicht abschrecken lassen. Wenn ihr einer zu dumm kam, konterte sie mit entsprechenden Kommentaren und löschte diese Anschreiben dann umgehend. Bisher hatte sie sich noch nie wirklich ‚angesprochen‘ gefühlt und war nach ein paar Tagen so frustriert, dass sie das Vorhaben schon aufgeben wollte.

Doch dann, endlich, landete ein Anschreiben im Postfach das sich so wohltuend von den anderen unterschied. Annes Augen blieben gleich an den ersten Zeilen hängen

Hallo schöne Unbekannte“ – was für ein Schleimer, dachte sie bei sich und las doch weiter- „ich hoffe, dass du mir einige Minuten deiner Aufmerksamkeit schenkst, bin ich doch der festen Überzeugung dass sich eine ansprechende Frau wie du vor Anfragen nicht retten kann„- wenn der wüsste:(  – „ich mache aber trotzdem einmal den Versuch und glaube, dass sich auf meiner Seite dieser Verbindung ein Mann verbirgt, der dir durchaus das geben kann was du suchst. Festgefahren in einer Verbindung die ich derzeit nicht lösen will, suche ich doch eine unverbindliche Verbindlichkeit, eine Gespielin für gewisse Stunden. Könntest du dir vorstellen diese Gespielin zu sein- wenn wir feststellen sollten dass wir uns optisch sympathisch sind und uns auch über die Bettkante hinaus etwas zu sagen haben?

„Whoww, das war mal eine gekonnte Anmache“ dachte Anne bei sich und formulierte in Gedanken schon eine entsprechende Antwort.

Danke für dein nettes Schreiben, und ja, ich werde dir meine Aufmerksamkeit schenken. Kommt natürlich darauf an, was genau du dir so vorstellt und ob wir gegenseitig die Gesichtskontrolle überstehen.“
Anne versuchte durch lockere Sprüche für sich selbst die Nervosität zu überwinden die sie nun doch überkommen hatte. Sie war ein Mensch der zu seinen Worten stand. Niemand der anderen etwas vorgaukelte und Versprechen machte die sie dann doch nicht einhielt.
Sei doch so gut und öffne deine Bildergalerie. Ich werde meine Maske dann auch entfernen. Und für den Fall, dass wir beide nicht mit einem ‚oh Gott..oh Gott‘ lachend vor dem Bildschirm zusammenbrechen oder, was noch schlimmer wäre einen Schreikrampf bekommen, können wir ja weiterschreiben. Kann dann ja auch etwas persönlicher werden.“ Sie hatte sich etwas durch sein Profil geklickt und und sie fand das, was sie las sehr ansprechend. Ihre Übereinstimmung betrug 95% was die sexuellen Vorlieben betraf. Sie war an der einen oder anderen Stelle etwas zurückhaltender. Aber was nicht war konnte ja noch werden. Nur wenige Augenblicke später zeigte ihr das System, dass er sein Profil für sie geöffnet hatte. „Irgendwie hat er was von einem Kuschelbär“ dachte Anne bei sich. Der Eindruck verstärkte sich noch bei den folgenden Bildern, die ihn bei Freizeitaktivitäten zeigten. Er war, lt. seinen Profilangaben ein ganzes Stück größer als sie..doch bei dem Gewicht hatte er wohl etwas geschummelt. Auf den Bildern zeigten sich deutliche Rettungsringe um die Hüften. Aber nachdem sie selbst kein Hungerhaken war, konnte dieser Punkt etwas vernachlässigt werden.
Nun war es an der Zeit dass auch sie ihre Maske wegzog. Spannend war der Augenblick schon, denn sie fand sich ‚zu normal‘. Ob sie mit ihrem Allerweltsgesicht und ihrer sehr weiblichen Figur einen Fremden so für sich einnehmen würde dass er sich eine Affaire vorstellen konnte? Es vergingen qualvolle Minuten in denen Annes Hoffnung fast auf den Nullpunkt sank..und dann „na, du bist aber eine tolle Frau! So eine sollte es doch nicht nötig haben hier auf dem Portal zu suchen“ Sprach er über sie?? Na, die rosa Brille solle er mal schön aufbehalten.

Schnell entwickelte sich ein reger Austausch von kurzen Nachrichten in denen sie sich über ihre Vorstellungen und Erfahrungen schrieben. Wie sich herausstellte, war er erst kurz auf dieser Seitensprung Seite und Anne war lustigerweise auch sein erster Kontakt mit dem er sich ein reales Treffen vorstellen konnte. JA, recht schnell war klar, dass sie sich treffen wollten. Ungezwungen zu einem Kaffee, mit der Option es gleich ‚Ernst‘ werden zu lassen wenn die Chemie stimmen sollte. Ganz Gentleman hatte er schon gesagt, dass er die Kosten hierfür komplett übernehmen würde. Das entsprach schon ihren Erwartungen. Nun ging es daran alles zu arrangieren. Fernab ihrer Heimatstadt, soviel war Anne klar. Und es musste eine plausible Erklärung gefunden werden dass sie den ganzen Tag weg war und Thomas nicht mitnahm. Beim Lesen der Zeitung kam Anne am nächsten Tag dann auch schon die passende Idee. In einer nahe gelegenen Stadt gab es eine Foto Ausstellung zu Amerika. Fotografieren war eines ihrer großen Hobbies. Sie hatte ein gutes Auge für Motive und immer öfter gelangen ihr schöne Aufnahmen. Thomas ‚knipste‘ hatte kein Auge für Details und interessierte sich so garnicht für ihr Hobby.
Ja, dort würden sie sich treffen. Ein passendes Hotel sollte zu finden sein. Sie wollte ihrem Kuschelbär- so nannte sie ihn schon in Gedanken- den Vorschlag machen und er konnte dann entsprechend agieren. Sie würde mit dem Zug fahren. Es war ihr ein Graus längere Strecken mit dem Auto zurückzulegen. Ohne Navi ging sowieso nichts denn ihr Orientierungssinn war unterirdisch. In der Stadt sollte es kein Problem sein das Hotel zu finden.

Noch bevor Anne zur Arbeit ging setzte sie sich kurz an den PC und rief IHRE Seite auf. „Du, ich habe eine Idee wie ich hier problemlos einen Tag wegkomme. Kannst du nächste Woche am Freitag? Ich habe so viele Überstunden, dass ich mir auch ohne Urlaub einen freien Tag gönnen kann. Mein Ehemann hat für diese Aktivität kein Interesse. Wir können uns am frühen Nachmittag treffen und hätten dann genug Zeit und zu beschnuppern..und evtl…….“ Anne holte nochmal tief Luft und drückte auf ’senden‘ jetzt hatte sie „A“ gesagt….würde sie in Kürze auch den Mut haben „B“ zu sagen ?

 

#me too

Hin und wieder werde ich mich – abseits der Story- zu aktuellen Ereignissen melden. Meine sehr persönliche Meinung kund tun. Dies ist so ein Beitrag;)

Es vergeht mittlerweile fast kein Tag, an dem nicht neue Beschuldigungen über Männer ( vornehmlich US Schauspieler)  auftauchen,  in denen Sie der sexuellen Belästigung beschuldigt werden. Fast inflationär kommen Frauen ‚aus der Deckung‘ und schreien ‚Böser Mann‘. Die Ereignisse liegen oft Jahrzehnte zurück. Warum, liebe Geschlechtsgenossinnen, kommt ihr erst jetzt damit? Warum habt ihr nicht damals schon aufgeschrien, mit dem Finger auf die Männer gezeigt und euer Recht auf Selbstbestimmung eingefordert?

Es scheint fast, dass erst irgendjemand diesen ‚Zug‘ starten muss damit andere aufspringen. Und doch reichen dann die Beschuldigungen von ‚Vergewaltigung‘ bis zu ‚unangemessene Bemerkungen‘. Wie vielen Frauen wäre einiges erspart geblieben wenn andere gleich aktiv geworden wären und den Männern ihre Grenzen aufgezeigt hätten? Wie sehr erst muss sich eine Gesellschaft ändern, bis alle Menschen den Respekt einfordern können den sie verdienen?

Ich finde es gefährlich alle Beschuldigungen in einen Topf zu werfen. Wenn ein Hinterherpfeifen für die eine Frau schon eine Beleidigung ist, und sie sich wie Freiwild vorkommt, reagiert  die andere darauf evtl. mit einem koketten Hüftschwung weil sie sich geschmeichelt fühlt.
Ich möchte den Herren der Schöpfung (warum sind es eigentlich nicht die Frauen der Schöpfung?) sagen, dass ich Ihnen hiermit keinesfalls einen Freibrief für ihr loses Mundwerk, unruhige Hände oder einen gierigen Schwanz ausstellen will. Das Spiel zwischen Mann und Frau ist ein vielschichtiges und bedarf erfahrener Spieler wenn beide Seiten daran Spaß haben sollen. Wenn einer der Partner hier das Machtgefüge zu seinen Gunsten ausnutzt und Grenzen überschreitet ist das, immer und in jeder Gesellschaft nicht zu tolerieren.

…..und , sind es immer nur die MÄNNER die den Frauen zu nahe treten- oder gibt es nicht auch den umgekehrten Fall? Doch welcher Mann ist schon Mann’s genug sich hier zu outen? Das passt so gar nicht in unsere Vorstellung vom starken bzw. schwachen Geschlecht.

 

das Profil

Heute war die Gelegenheit günstig. Anne hatte ihren Kinoabend- alleine, so wie sie die meisten Dinge alleine machte. Thomas pflegte keine Hobbies. Seit er aus dem Fußballverein ausgetreten war, nachdem sie ihn im Vorstand nicht mehr wollten, saß er nur noch zu Hause rum. Anne konnte sich wahrlich nicht beschweren. Er war der perfekte Hausmann, ihre Freundinnen beneideten sie immer um ihn, aber in seiner Freizeit hing er wie eine Klette an ihr und das raubt ihr oft den letzten Nerv. Sie wollte auch einmal etwas anderes machen, mit anderen Menschen reden- oder auch nur mal für sich sein. Der Kinoabend war etwas das ihr heilig war.

Gerade gestern hatte sie einen Bericht im Fernsehen gesehen der von  Seitensprungportalen handelte. Das war für Anne ein Wink des Schicksals. Das war genau das was sie suchte. Anonym, sie bestimmte die Regeln, und sie konnte entscheiden wen sie treffen wollte.  Zu Hause hatte sie sich am PC schon ein wenig informiert, sich durch diverse Testberichte geklickt und einige Portale in Augenschein genommen. Gar nicht so einfach sich hier zu entscheiden, sie wollte sich ja auch nicht überall gleich anmelden, auch wenn das für Frauen meist kostenlos war. Nach einigen Überlegungen hatte sie sich zu Hause noch für ein Portal entschieden und sich registriert. Hier im Kino, wollte sie die Zeit bis zum Filmstart nutzen und ihr Profil mit Inhalt füllen. Alle saßen hier rum und spielten auf ihren Handys rum. Anne grinste in sich hinein, sie schrieb hier einen anderen Text.
Doch..was sollte sie schreiben? Wie beschrieb man sich in einer Art und Weise die Neugier weckte, aber nicht zu viel verriet? Welche Worte wären der richtige Köder um einen Fisch an die Angel zu bekommen? Ein Bild musste ja auch noch dazu, aber hier hieß es aufpassen. Nicht auszudenken wenn jemand der sie kannte sie auf diesem Portal finden würde! Sie überlegte hin und her, verwarf die Worte immer wieder bis sie für sich endlich die richtige Formulierung gefunden hatte
Diese Frau weiß was sie will und was sie kann. Wenn du auf der Suche nach einem kleinen Mädchen bist, klicke weiter. Wenn du eine erfahrene Spielgefährtin für gewisse Stunden suchst, die Spaß ohne Verpflichtungen will, bist du hier richtig. Wünsche und Sehnsüchte habe ich viele, bist du der Mann hier meinen Hunger zu stillen? Ich lasse mich gerne in deine starken Arme fallen. Da ich mich danach auch gerne etwas unterhalte, solltest du über ein gewisses Maß an Intelligenz und Humor verfügen

Ob das ausreichen würde, dass MANN sich für sie interessierte? Sie würde es merken. Nun ging es noch an die sexuellen Vorlieben. Darüber hatte sie sich bisher noch so gar keine Gedanken gemacht. Der eheliche Alltag bestand aus „Blümchensex“, Thomas hatte so keine Phantasie und ihre Hinweise was sie gerne wie anders hätte waren an ihm abgeprallt. Irgendwann hatte sie das Interesse daran verloren, ihn anzuheizen. Warum auch? Es brachte ihr ja doch nichts. Doch sie driftete von ihrem eigentlichen Vorhaben ab. Zurück zum Profil.
Die ’no-go’s ‚ waren schnell gefunden und definiert. Anal? Sie bekam schon Schüttelfrost wenn sie nur daran dachte, alles was mit Film zu tun hatte lehnte sie kategorisch ab. Die Gefahr dass ein Mann irgendwelche Bilder von ihren Treffen online stellen könnte war zu groß. Nicht auszudenken wenn da was in die falschen Hände käme. Swingerclub? sie war schon froh, wenn sie es mit einem Mann hinbekäme, aber wenn sie so nachdachte, in diesem Moment hatte sie kein schlechtes Gewissen, ehr ihre Kaltblütigkeit machte ihr Sorgen. An Thomas dachte sie in diesem Augenblick nicht nach. Zu lange hatte sie sich untergeordnet, ihre Wünsche nicht nachdrücklich genug artikuliert( sie war selbst schuld, dass sie so schnell aufgegeben hatte) und sich zu lange etwas von ihm sagen lassen. Sie war in den Wechseljahren! Und das würde für sie nun auch ein Wechsel in ihrer sexuellen Aktivität sein.

Fetisch, dominant, devot? Darüber hatte sie sich noch keine Gedanken gemacht. Das ließ sie jetzt erst einmal so unbeantwortet stehen. Unter ‚Unbedingt‘ standen nun vorerst mal „Küssen und Kuschelsex“ Das war alles doch etwas schwieriger als sie es sich vorgestellt hatte. Doch das sollte vorerst mal genügen. Das Bild würde sie morgen beifügen. Mal sehen, ob es auch nur mit Worten ging, ob es Männer gab, die nur aufgrund ihrer Worte Interesse an ihr zeigten.

Anne konnte sich selbst nur schwer einschätzen. Sie war in dieser Hinsicht doch sehr unerfahren und hatte hier mehr aus sich gemacht als sie tatsächlich war. Thomas war ihr erster, richtiger Freund gewesen. An dem war sie dann auch ‚hängengeblieben. Sie hatte Angst gehabt alleine zu bleiben, keinen anderen abzubekommen, waren doch all ihre Freundinnen oft monatelang schon mit irgendwelchen Kerlen zusammen. Was war sie doch dumm gewesen! Aber es war ja nicht zu spät. Nun galt es abzuwarten ob irgendwer auf ihre Anzeige antwortete..