Der Cop

Annes Kopfkino lief und sie konnte sich gut vorstellen sich hier mit einem Mann zu verabreden. Das sollte schon was besonderes,und könnte auch durchaus mal was während des Tages sein. Sie hatte auch schon einen geeigneten Kandidaten hierfür. Seit einiger Zeit schrieb sie sich mit einem Mann der aus ihrer Stadt kam. Er war Polizist und wohl schon eine Weile Singel. Erst kürzlich war er in ihre Stadt versetzt worden und nun auf der Suche- so sagte er. Auf dem Bild, das er ihr zugeschickt hatte, kam er eigentlich nicht sehr selbstbewusst rüber, aber das konnte täuschen. Der Schriftverkehr war angenehm und er wusste sich durchaus zu artikulieren. Somit unterschied er sich von vielen seiner Geschlechtsgenossen und Anne wollte es mal wieder versuchen. Denn sie war, wie ihre Freundin es so treffend genannt hatte, ‚underfucked‘. Im Ehebett lief nicht viel und das Surfen auf dem Portal erregte sie zunehmend. Sie wollte sich wieder ausprobieren. Warum nicht mit diesem Kerl?
Bisher war er noch zurückhaltend was ein schnelles Treffen anging, aber Anne war hartnäckig und bald hatte sie ihn soweit.

Das erste ‚Beschnuppern‘ sollte in einer Eisdiele stattfinden. Er fand das Lustig „Wenn uns beim Reden schon so richtig heiß wird können wir uns da etwas abkühlen- nicht dass du später dann zu warm bekommst“ Er fand das wohl witzig, Anne hatte für solche Sprüche wenig übrig. Ob ihr heiß werden würde, das musste er erst noch beweisen. Und bisher hatten ja alle Kerle mehr eine große Klappe als dass sie mit wirklicher Leistung punkten konnten. Aber was sollte schon passieren? Sie hatte ihm auch schon gesagt, dass sie einen speziellen Ort wüsste an dem sie gehen könnten wenn es denn nicht nur beim Eis essen bleiben sollte.
Wie immer war sie einige Minuten vor dem verabredeten Zeitpunkt in der Eisdiele. Sie hatte sich was zum Lesen mitgenommen, das sah unverfänglicher aus wenn sie länger alleine da saß- und wer wusste ob  er pünktlich war? Doch der Cop überraschte sie angenehm, denn auch er war überpünktlich. Sie erkannte ihn schon beim Eintreten in den Laden. Seine dicke Lederjacke, die er als Erkennungszeichen angegeben hatte, war bei diesem Wetter etwas unpassend aber unverkennbar. Je mehr er sich Anne näherte, desto größer wurde ihre Überraschung. Er sah so gar nicht wie der Mann aus den sie im Portal auf dem Bild gesehen hatte. Und seine ganzen Bewegungen zeugten nicht von einem selbstbewussten Mann. Der Blick war etwas unstet, die Schultern vornübergebeugt, unter der Lederjacke……Hemd und Pullunder. OMG !!
Ein schüchternes Lächeln huschte über sein Gesicht als er sie sah und er kam dann schnell auf sie zu. „Hallo, du musst Anne sein, richtig?“ Er sah sich nochmal kurz um ehe er sich zu ihr an den Tisch setzte. „Schön, dass du auch schon da bist, ich war mir nicht ganz sicher ob du wirklich kommen würdest. Aber ich freue mich sehr dich zu sehen.“ Nun ja, ein wenig Ähnlichkeit hatte er schon mit dem Bild, aber das musste Jahre her sein, dass das aufgenommen wurde. „Ja, freut mich auch dich hier zu  sehen. Ohne deine Lederjacke hätte ich dich fast nicht erkannt. Du ähnelst so überhaupt nicht dem Bild das du auf der Seite eingestellt hast.“ Ein wenig Sarkasmus schwang schon in Annes Stimme mit und der Cop fühlte sich sofort in die Defensive gedrängt. „Sorry, ich habe zum Zeitpunkt als ich mich angemeldet habe nichts passenderes gefunden.“ Blöde Ausrede, er wusste genau, dass er so wie er sich im Augenblick präsentierte keine Frau hinter dem Ofen hervorlocken konnte. Aber Anne hatte sich mental schon auf einen Fick im Pornokino eingestellt. Das würde nun ein Superquickie. Mal sehen ob er zumindest zu seinem Wort stehen würde. Es entwickelte sich ein belangloses Gespräch das doch zumindest eine angenehme und lustvolle Atmosphäre schuf.
Das mit dem Pornokino, bist du dir da sicher? In meiner Position möchte ich da ungern erwischt werden

„Nun stell dich nicht so an. Der Parkplatz ist nicht einsehbar und im Pornokino wirst du zu dieser Tageszeit wohl keinen deiner Kollegen antreffen“ Anne rollte genervt mit den Augen. „Willst du nun oder nicht?“ „Ja, Lust habe ich schon..also lass uns fahren
Nachdem sie ihren Kaffee gezahlt hatte machten Sie sich, jeder in seinem Auto, auf den Weg und waren auch kurz darauf auf dem Parkplatz angekommen. Noch immer war er unsicher und sah sich erst ausführlich um ehe er aus dem Wagen ausstieg. Anne wartete schon am Eingang zum Laden. „komm, da vorne geht es in’s Kino“

Eigentlich gab sie sich selbstbewusster als sie tatsächlich war. Ein wenig hatte sie doch Schmetterlinge im Bauch wegen dieser vollständig ungewohnten Situation. Aber das zog sie nun durch. Das Pärchenzimmer war ja fast wie ein Hotelzimmer nur nicht so komfortabel. Und da er sowieso nicht ihr Typ war, musste sie auch nicht kuscheln- sofern ihm der Sinn danach stand. ‚Lass mal, ich kenne mich hier etwas aus und frag an der Kasse damit die uns dann auch öffnen.‘
„Hi, wir wollen in die Paarkabine, macht ihr uns dann auf wenn ich klingele?‘ Anne versuchte nicht zu schüchtern zu wirken als sie mit der Verkäuferin hinter dem Tresen sprach.
„Sorry, aber die ist im Augenblick schon besetzt, da müsst ihr etwa warten, oder ihr nehmt euch eine der anderen Kabinen, Dahaben wir auch welche die mit dem Vorhang abzusperren sind, geht ja auch wenn ihr es etwas privater wollt.“ Gelangweilt sah die Frau Anne an, während sie an ihrem Kaugummi kaute und dabei mehr den Eindruck einer wiederkäuenden Kuh, als einer serviceorientierten Mitarbeiterin vermittelte. Anne rutsche fast das Herz in die Hose…Vorhang? Na hoffentlich konnte man den fixieren so dass sie wirklich keine Zuschauer hatten. Aber erst einmal musste sie den Cop in den hinteren Bereich bekommen. Er sah im Augenblick nicht sehr glücklich aus. „Hier musst du dein Eintrittsgeld bezahlen und dann öffnet sich die Tür zum hinteren, dunklen Bereich. Dort suchen wir uns eine Kabine. Das Paarzimmer ist derzeit leider schon belegt, aber das macht ja nix. Für Privatsphäre können wir auch mit einem Vorhang sorgen.“ Anne ließ dem Cop keine Zeit es sich anders zu überlegen und drängte ihn zum Eingang hin. Ihrem energischen Wesen hatte er nichts entgegenzusetzen und wenig später standen sie beide im Pornokino. Nun ja, es war ja nicht wirklich nur ein Kino. Der lange dunkle Gang, von dem rechts und links die Einzelkabinen abgingen führte zum Kino- aber dahin wollten sie ja nicht.

Anne hielt Ausschau nach einer geeigneten Kabine. Puh- hier war heute mehr los als sie erwartet hatte. Wenn nicht das Stöhnen der Darsteller auf der Leinwand aus den Kabinen drang, dann war es das von Besuchern. Nicht immer war der Vorhang zugezogen und oft konnte man seinen voyeuristischen Neigungen nachgehen- sofern man das wollte. Aber sie hatte keine große Lust den Kerlen zuzusehen wie sie es sich selbst besorgten. Überhaupt, ihre Lust war schon erheblich abgekühlt, aber sie hatte ‚A‘ gesagt..nun musste sie auch ‚B‘ sagen. Vielleicht war er mehr Mann als es augenblicklich den Anschein hatte. Der Cop folgte ihr dicht auf den Fersen, immer etwas zurückhaltend und unsicher um sich blickend. „Nun hab dich nicht so, ich glaube da vorne ist eine Kabine noch nicht besetzt, die nehmen wir uns dann. Wenn ich den Vorhang zugezogen habe, wirst du dich hoffentlich entspannen.“

Sie hatten Glück, hier gab es ein, wenn auch ein kleines,  Sofa. Das würde nicht allzu bequem werden, dann müsste sie den Bikercop ‚reiten‘. Hoffentlich spielten ihre Hüften da mit. Sie zog den Vorhang zu und befestigte die Schnallen so, dass ein Aufziehen nicht ohne weiteres möglich sein würde. Es war schummrig hier, in der Ecke der Kabine war eine Art Käfig – wohl für die, die sich hier auch noch in Rollenspiele ausleben wollten. Nicht ihr Ding:(
„So, nun entspanne dich mal. Keiner deiner Kollegen ist hier und ich habe jetzt Lust auf dich.“ Mit diesen Worten näherte sie sich ihm, und ihre Hand rieb über seinen Schritt. Na, da tat sich noch nicht allzu viel. Das sollte aber zügig besser werden nachdem sie den Druck verstärkte und auch ihre Hüften an ihn presste. Ein leises Stöhnen zeugte davon, dass auch er auf Touren kam und endlich bewegte er sich. Seine Hand fuhr unter ihre Bluse, ihren Bauch hinauf und unter den BH. „Du geile Sau, machst mich vollkommen verrückt. Zieh dich aus damit ich es dir besorgen kann“ Ups….wo war der schüchterne Kerl hin? Verwundert sah Anne ihn an als sie einen Schritt zurück trat um die Bluse aufzuknöpfen. Derweilen hatte er schon damit begonnen seine Hose aufzuknöpfen und und streifte sie sich von den Beinen. Der hatte es nun aber eilig. Sie machte gerade den BH auf als sich der Vorhang bewegte ‚Hey, warum habt ihr denn da zu gemacht? Ich will hier was geboten bekommen für mein Geld!‘ Mit einer Hand hielt sie den BH fest während sie mit der anderen den Vorhang etwas zur Seite schob, gerade so weit dass sie den Kopf durchstrecken konnte und keinen Blick in das Innere der Kabine erlaubte. „Mach dass du Land gewinnst. Peep Show ist die nächste Box, wir wollen hier unsere Ruhe haben“ und schon schloss sie den Vorhang wieder. Als sie sich umdrehte, den BH noch immer mit einer Hand festhaltend saß der Cop auf dem Sofa..und ER war zusammengefallen. Wo gerade ein harter, relativ großer Schwanz darauf hoffen ließ, dass dieser Nachmittag doch noch befriedigend werden könnte, da hing nun ein kleiner Wurm der von seinem Besitzer mit der Hand bearbeitet wurde.

Oh, das ist mir jetzt aber peinlich, aber dieser Mann hat mich so aus dem Konzept gebracht, das ist mir noch nie passiert. Komm her und versuche mal, ob du mir wieder ‚aufhelfen‘ kannst. Vorhin hat es doch auch funktioniert.„Da war er wieder, der unsichere Kerl. Und Anne hatte keine Lust ihm auf die Sprünge zu helfen. Eine ‚Wurmmassage‘ war nicht so ganz das weshalb sie hierher gekommen war. „Sorry, aber für Standhaftigkeit müsstest schon du sorgen, ich kann da mit Optik ein wenig nachhelfen wenn dir das hilft“, und sie streifte den BH ganz ab soviel wollte sie ihm geben um wieder in Stimmung zu kommen. Mit einem lässigen Hüftschwung kam sie auf ihn zu, beugte sich über ihn und  legte die Hände auf die Rückenlehne des Sofas. Ihre Brust war so nur einige Zentimeter vor seinem Gesicht. Heftig atmend bemühte er sich um die Standhaftigkeit seines Schwanzes aber warum auch immer da tat sich nicht mehr viel. „Glaubst du das wird noch was, oder…..“ die Frage schwebte wohl wie ein Damoklesschwert über ihm, er konnte ihr nicht in die Augen sehen…nun ja, seine Augen waren gerade anderweitig beschäftigt. Aber so sehr er auch an sich rieb und rubbelte, er blieb schlaff. „Das wird nichts mehr, ich verstehe es nicht, das tut mir so leid“ Anne gab es auf ihn optisch zu stimulieren..und auf andere Stimulation stand ihr nun nicht mehr der Sinn. „Ich glaube, wir brechen das hier nun ab. Schade, hätte ein netter, entspannender Nachmittag werden können.“ Sie war schon dabei sich wieder anzuziehen. Und auch er hatte sich die Hosen wieder hochgezogen.

„Sei mir nicht böse, aber ich brauche einen Mann der mit solchen Situationen umgehen kann. Du hast ein falsches Bild gepostet, darüber hätte ich evtl. noch hinweg gesehen wenn du hier deinen Mann gestanden hättest, aber so ein Fiasko ist dann auch für mich zuviel. Tut mir leid, dass ich gerade an deinem Ego kratze, aber ich erwarte hier schon mehr. Lass uns gehen“
Und schon war sie dabei den Vorhang wieder aufzuziehen. Der Kerl von vorhin stand unmittelbar vor ihr. Er hatte sich wohl eine  akustische Liveshow erhofft. Nun, die hatte er bekommen, aber anders als gedacht:)

Der Cop streifte seine Lederjacke über und folgte ihr zum Ausgang, den Kopf gesenkt und erneut dabei bedacht nicht links oder rechts zu sehen.

Wieder auf dem Parkplatz angekommen drehte sich Anne zu ihm um. „Du, das wird nix mit uns. Du brauchst mich auf dem Portal auch nicht mehr anzuschreiben.“ Eigentlich war es sonst nicht so ihre Art dermaßen rüde mit Menschen zu kommunizieren, aber er bekam nun ihren ganzen Frust ab.“Ich wünsche dir viel Glück, evtl. findest du ja noch jemanden- aber du solltest ein aktuelles Bild einstellen sonst steht beim nächsten Mal evtl. dein Date direkt auf und geht.“ Mit diesen Worten öffnete sie die Fahrertür an ihrem Auto stieg ein und fuhr davon.

 

Pornokino

Total frustriert hatte Anne sich in den letzen Tagen durch das Netz gelesen. Was waren das doch für Loser auf dieser Seitensprungplattform. Platte Sprüche auf den Profilseiten, oft voller Schreibfehler, phantasielos. Meinten die Kerle nur weil sie ein ‚Mann‘ waren, dass ihnen die Frauen wie reife Früchte vor die Füße fielen? Selbst wenn sie nur einen kurzen Seitensprung, einen lustvollen Fick für ein paar Stunden suchte, wollte Anne doch mehr. Denn wenn Mann etwas in der Birne hatte, wusste er mit seinem Schwanz etwas mehr anzufangen als rauf-rein-raus-runter. So ein paar wenige Ausnahmen gab es schon, aber die waren oft zu weit weg. Nun hieß es Geduld beweisen. Evtl. tat sich ja noch etwas auf.
In der Zwischenzeit war Anne über einen Blog im Netz gestoßen der sich sehr anregend las. Eine Frau berichtete von ihrem ‚Herrn‘ und welche Aufgaben er ihr stellte. Sie hatte wohl einen großen Lustgewinn daran sich seinen Wünschen unterzuordnen. ‚*Das hab ich gehabt und will es nicht wieder‘ dachte Anne bei sich, aber ein Post hatte ihre Neugier geweckt. Die beiden waren in ein Pornokino gegangen. Sowas war Anne vollkommen fremd. Diesen Begriff hatte sie bisher noch nicht gehört und sie begann sich hier zu informieren. Schon der Gedanke daran ließ ihr Kopfkino auf Hochtouren laufen. Auch wenn ihr der Gedanke, sich beim Sex von fremden Menschen zusehen zu lassen, sehr fremd erschien, so war doch die fremde Umgebung etwas das sie reizte. Ein wenig Recherche über Angebote in der näheren Umgebung und sie wurde fündig, sogar in ihrer eigenen Stadt. Ja, sie hatte diesen Sex-Shop schon ein paarmal im Vorbeifahren gesehen, aber dass sich darin auch ein Pornokino befand? Das musste sie sich ansehen.

Schon ein paar Tage später ergab sich die Gelegenheit. Anne war am späten Abend noch einkaufen und der Laden mit angeschlossenem Kino lag auf ihrem Weg. Der Parkplatz war diskret hinter dem Gebäude gelegen und es bestand eher nicht die Gefahr, dass einer ihrer Bekannten sie hier sehen würden..oder trieben die sich hier herum? War schon ein komisches Gefühl, aber da es hier auch einen Sexshop gab, konnte sie sich erst einmal recht unverbindlich umsehen. Einmal tief einatmen..und rein in den Laden. Sie kam sich wie ein kleines Mädchen vor und fühlte sich vollkommen deplatziert. Als ob ein Laufband über ihre Stirn lief „..zum ersten Mal hier und keine Ahnung 😦  “
Doch sie versuchte sich cool zu geben und sah sich erst einmal um. Am Eingang waren Kleider aufgehängt. Nun ja, nicht die Klasse die ihr favorisierter Laden hatte, aber DAS wollte sie hier ja nicht. Dann die Regale mit den üblichen Sextoys und einen sehr großen Bereich mit Porno Videos. Thomas würde ausflippen wenn sie mit sowas nach Hause käme. Sie konnte sich denken, dass er versuchen würde das eine oder andere nachzuspielen..was mit seiner mangelnden Standfestigkeit nur schwer möglich sein würde. Sie grinste in sich hinein und sah sich weiter verstohlen um. Da, in der Ecke des Ladens war eine Tür die wohl zum Kino führte. Die zwei Kerle, die gerade dahin verschwanden sahen nicht so ansprechend aus. Welcher Typ Mann suchte seine Befriedigung im Pornokino? Sie musste sich das näher ansehen.
Da an der Kasse gerade nichts los war, ging Anne möglichst unbefangen auf die Verkäuferin zu. „Ich habe gehört, dass Sie hier eine Pärchenkabine haben und will meinen Freund mit einem Besuch hier mal überraschen. Nun muss ich gestehen, dass ich keine Ahnung habe wie das hier funktioniert. Können Sie mir da ein wenig weiterhelfen?“
„Klar, kein Problem. Ich lasse sie rein und dann können sie sich umsehen. An der Pärchenkabine ist ein Klingelknopf. Wenn sie da sind drücken sie drauf und ich mache ihnen auf. da ist im Augenblick frei“. Anne versuchte möglichst selbstbewusst zu wirken und trat energisch an die Tür heran. Mit einem Summen öffnete sich der Verschluss und Anne trat hinein.

Boahh, war das düster hier. schmale Leuchten an den Fußleisten und an der Decke kämpften gegen die Dunkelheit an, die dem Ganzen wohl eine Atmosphäre verleihen sollten die dieser Laden definitiv nicht hatte. Billige Poster an den Wänden, die teilweise auch schon etwas eingerissen waren, sprachen nicht für diesen Laden. Nach einigen Metern, gleich an der ersten Ecke öffnete sich ein Raum der noch schummriger beleuchtet war und an dessen großer Wand ein Porno lief. In der Ecke erkannt Anne eine Art Käfig und auf dem Sofa das gegenüber dem Bildschirm stand saß ein Kerl der sich gerade sehr intensiv selbst bespielte. Schien aber die anderen Kerle die sich hier herumtrieben nicht weiter zu interessieren. Gleich daneben ein weiterer Raum, auch mit Bildschirm aber leer..und nach wenigen Metern stand Anne dann vor dem Pärchenzimmer. Ja wohl der einzige Raum, der eine Tür hatte und da war auch die Klingel. Kurz nachdem Anne sie gedrückt hatte ertönte wieder ein Summen und sie konnte eintreten „Na Süße..willst du mich da mit reinnehmen, so ganz alleine wie du bist?“ Anne fuhr erschrocken zusammen. Vollkommen auf den Raum konzentriert hatte sie nicht bemerkt wie sich ihr ein Kerl genähert hatte. Brr…nicht mit der Kneifzange würde sie den anfassen. Schmierige Haare, verlebter Eindruck..Nein danke.

„Nee du lass mal, ich schau mich hier nur kurz um..und meine Begleiter such ich mir schon selbst aus“. Unbewusst hatte sie sich aufgerichtet und versuchte selbstbewusst zu wirken obwohl sie sich eigentlich wie ein Mäuschen fühlte. Doch sie hatte Glück, der Kerl drehte gleich wieder ab. Um sich in den Raum ungestört umsehen zu können schloss sie die Tür hinter sich. Das war ja interessant. Hier könnte man wirklich nett spielen. Direkt neben der Eingangstür stand ein breites Lederbett, an der Wand der obligatorische Bildschirm auf dem gerade ein ziemlich heftiger Porno lief. Da, in der anderen Ecke stand ein Gyn-Stuhl….was für eine Einrichtung. Aber dann hatte sie ja eigentlich keine Ahnung was sie hier erwartet sollte. Was klopfte denn da so? Irritiert sah sie sich um und erschrak. Über der Ledercouch war ein Fenster mit einem Klappladen- der im Augenblick offen war. Nur schemenhaft konnte sie dahinter ein Gesicht erkennen und der Kerl meinte wohl hier ginge gleich live die Post ab. Oh, das musste sie sich merken für den Fall dass sie je hier aktiv werden wollte. Zuschauer, nein Danke!
Sie hatte in diesem Raum genug gesehen, überhaupt hatte sie hier genug gesehen. Sie wollte nur noch raus und begann sich unwohl zu fühlen. Was hatte sie sich dabei gedacht alleine hierher zu kommen? Nur raus hier ehe doch ein Kerl sie angrabschen wollte. Schnell ging Anne in Richtung Ausgang und atmete erst einmal tief durch als sie endlich draussen war. Das war speziell….sehr speziell. Ob sie irgendwann den Mut hatte mit einem Kerl hierher zu kommen?

Der Professor

Hier saß sie nun. Wie immer bei Verabredungen und Einladungen einige Minuten zu früh. Anne konnte nicht anders. Wenn sie tatsächlich pünktlich irgendwo erschien hatte sie das Gefühl zu spät dran zu sein. Aber so hatte sie Zeit diese, für sie ungewohnte Umgebung, in Augenschein zu nehmen. Sie ging selten in diese Studentenlokale. Thomas hatte das immer mit einem Lächeln abgetan. „Was willst du da? Wir sind doch Gruftis in deren Augen und bei der lauten Musik kannst du dich sowieso nicht vernünftig unterhalten.“ Als ob mit ihm eine vernünftige Unterhaltung je möglich wäre. Da ging es immer nur um seine Kunden, seinen Alltag, seine Probleme.  Und eigentlich musste sie auch keine Angst haben hier auf Bekannte zu treffen. Doch hier war Leben, pulsierende Lust und gute Stimmung. Die Menschen saßen in kleinen, oder größeren Gruppen zusammen, häufig drang ein Lachen an Annes Ohr und im Hintergrund liefen dezent die Hits die im Radio rauf und runter gespielt wurden. Das hatte so nichts von der ‚Kaschemme‘ als die Thomas diese Kneipe immer betituliert hatte. Anne begann sich zu entspannen und nippte an dem Bier das sie sich bestellt hatte. Eines würde sie sich gönnen. Sie musste ja noch Auto fahren. Und ihre Hände hatten etwas zu tun..denn sie war nervös. Sie war gespannt auf den Mann der sich hier mit ihr verabredet hatte.

Es hatte wirklich nicht lange gedauert, bis die Anzeige auf dem neuen Portal eine Reaktion und entsprechende Anschreiben generiert hatten. Auch wenn ihr Bild hinter einem Schlüsselloch versteckt war, hatte das Schreiben wohl Interesse geweckt. Bald war ein reger Austausch mit einigen Männern entstanden. Darunter hatte sich einer hervorgetan der nicht ganz so plump schrieb und recht nett zu sein schien. Da er auch noch aus der Nähe kam und – lt. seinen Angaben- als Hochschuldozent in einer nahe gelegenen Stadt tätig war, hatte Anne sich mit ihm verabredet. Diese Kneipe war seine Idee gewesen. Er sei öfter hier….nun ja, warum nicht ? Und nun wartete sie auf ihn.
Sie hatte sich fest vorgenommen dieses Date entspannt anzugehen. Nach der letzten Erfahrung würde sie auf keinen Fall am ersten Abend mit dem Kerl auf irgendein Zimmer gehen. Zu tief saß noch der Stachel der Enttäuschung..und der Angst, die sich dann doch eingestellt hatte. Und während  ihre Blicke über die Leute wanderten, näherte sich ihr ein Mann reiferen Alters. Sie hatten als Erkennungszeichen, die örtliche Tageszeitung ausgemacht. Wie originell. Diese hatte Anne neben sich auf den Tresen gelegt. Er hatte sie locker unter seinen Arm geklemmt. Anne nahm ihn erst kurz bevor er vor ihr stand wahr. Das war doch nicht der Mann auf dem Foto??? Dieser Typ hier trug einen Pullunder über dem karierten Hemd, hatte definitiv einige Kilos zu viel auf den Rippen und schien nicht so groß zu sein wie er online angegeben hatte. Anne wäre in dieser Sekunde am liebsten schon aufgestanden und gegangen. Dieser Abend würde kurz werden, doch ihre Erziehung verbat es ihr sich so rüde und ungehobelt zu benehmen.

„Sebastian?“ Anne rutschte vom Barhocker, neigte fragend den Kopf ein wenig und streckte ihm die Hand zur Begrüßung entgegen. Klar das musste er sein.
Susanne?“  – Anne hatte aus Bedacht nicht ihren richtigen Namen auf dem Portal angegeben. Sie begann aus gemachten Fehlern zu lernen und soweit als möglich eine Anonymität zu wahren- Sein Lächeln war fast schüchtern, er machte nicht den Eindrucke eines dominanten Mannes  als der er sich auf dem Portal dargestellt hatte. Soviel mal wieder zur Wahrheit im Internet;)  Möglichst unauffällig ließ Anne ihren Blick über ihn wandern. Jeans, hellbraune Schuhe, der Pullunder und das karierte Hemd..modisch sah anders aus. Das dunkelbraune Haar war an manchen Stellen schon ein wenig dünn und kurz geschnitten. Sein Lächeln war gewinnend und es bildete sich ein Grübchen als er sie nun weiterhin etwas unsicher ansah.

Bleiben wir hier an der Bar? oder wolltest du noch etwas essen, dann wäre es besser sich einen Tisch zu suchen.“ Fragend sah er sie an, während er die Zeitung auf den Tresen legte.
„Lass uns hier an der Bar bleiben. Ich glaube auch nicht, dass wir jetzt noch einen Tisch für zwei bekommen. Ich habe mir schon mal was zu trinken bestellt. Willst du auch was?“ Mit einem Blick signalisierte Sie dem jungen Mann hinterm Tresen dass hier eine weitere Bestellung fällig war.
„Ein Pils bitte“ Sebastian versuchte sich lässig auf dem Barhocker niederzulassen, aber irgendwie sah es unbeholfen aus. Das konnte ja noch was werden.

„Wir sind uns ja recht schnell einig gewesen dass wir uns hier zu einem ersten Beschnuppern treffen. Ich bin nun aber doch schon neugierig was dich auf das Portal treibt und was du dir so vorstellst.“ Anne versuchte die, für Sebastian augenscheinlich peinliche Situation zu entspannen.
Nun, das mag nun etwas merkwürdig klingen, aber auf die Idee hat mich eigentlich meine Frau gebracht. Sie meint unser Sexleben sei festgefahren und langweilig. Sie hat sich einen Liebhaber gesucht, bei mir käme sie nicht auf ihre Kosten und nun soll ich das Gleiche tun. Sie hat mir die Erlaubnis gegeben mich auf so einem Portal umzusehen und eine Geliebte zu finden. Sie meinte, dann hätte ich hinterher bestimmt wieder mehr Interesse an ihr weil ich erkenne dass keine so gut ist wie sie.“

Anne hatte das Gefühl sich verhört zu haben..wie bitte?? Er hatte sich hier mit ihr verabredet ‚weil seine Frau es ihm erlaubt hat?‘ Sowas war ihr ja noch nie untergekommen. Was für eine Frechheit!

„Das ist jetzt aber nicht dein Ernst? Sorry aber mit einer solchen Info den Abend zu beginnen schlägt für mich dem Fass den Boden aus. Glaubst du wirklich, dass eine Frau was mit dir zu tun haben will wenn du ihr eine solche Aussage präsentierst? Warum spielst du auf dem Portal nicht mit offenen Karten..und sagst dass du dein Eheleben mit einer Geliebten aufpeppen willst?“
Anne war lauter geworden als sie es beabsichtigt hatte und aus dem Augenwinkel nahm sie die Blicke der umsitzenden Leute wahr. Egal, hier kannte sie keiner und lange würde sie sowieso nicht mehr bleiben.
„Also, das Treffen hätten wir uns sparen können und lass mich dir einen guten Rat geben. Spiel auf dem Portal mit offenen Karten, vielleicht gibt es ja Frauen die auf sowas abfahren. Auch wenn ich nur auf der Suche nach Spaß und Abwechselung bin, so bin ich mir doch für solche Spielchen zu schade. Und Kerle, die da erst die Erlaubnis ihrer Frau brauchen finde ich schon überhaupt nicht begehrenswert.“ Währenddessen hatte sie ihren Geldbeutel aus der Handtasche gezogen und das Geld für ihr Bier auf den Tresen gelegt. Keine Minute würde sie länger bleiben.

Ohne ein weiteres Wort verließ sie das Lokal. Verdammt….war sie denn nur auf Looser abonniert?

 

 

 

Neues Spiel….neues Glück?

Es hatte eine Weile gedauert, bis Anne sich soweit wieder selbst gefunden hatte. Die Wut war verraucht, aber nicht vergessen. Sie wollte nie wieder Opfer sein. Es würde schwer werden, denn das Spiel das sie spielte barg doch gewisse Risiken. Aber ihre Lust gewann immer mehr die Oberhand und so ging sie auf die Suche nach einem neuen ‚Seitenspungportal‘.

Wie das schon klang….Seitensprung…. Mann und Frau sprangen ja nicht einfach zur Seite😊 sie suchten schnellen, unverbindlichen Sex, möglichst kostenlos, um eine Lust zu befriedigen die in regulären Partnerschaften so nicht zu finden war. War es oft nur der Reiz am Verbotenen oder lockte der Kitzel sich selbst auszuprobieren? Wie weit würde man gehen, oder blieb es dann doch nur bei Wortspielereien die Mann/ Frau zeigen sollten, dass man für das andere Geschlecht noch begehrenswert war?

Anne wusste- sie wollte realen Sex, mehr als nur den schnellen, unbefriedigenden Blümchensex den Thomas ihr bieten konnte.

Nach einigem Suchen hatte sie sich für ein neues Portal entschieden und postete folgende Nachricht:

Mit beiden Beinen auf dem Boden stehend suche ich einen, der mich von den Socken haut. Ich bin kein Kind von Traurigkeit und habe schon so manche gute- aber auch schlechte-  Erfahrung gemacht. Ich bin wissbegierig und meine Lust verlangt nach mehr. Es ist mir bewusst, dass ich ein Blümchen auf dieser weiten Wiese bin, aber ich will auf keinen Fall Blümchensex. Wo ist der Mann der diese Frau zum Erblühen bringt und mit ihr Grenzen überschreitet?

Sie war neugierig, ob das reichen würde entsprechende Anfragen zu erhalten. Dieses Mal würde sie vorsichtiger sein…..zumindest nahm sie es sich vor.

Nun hieß es abwarten, wer würde sich melden?

Rising

Sie war wütend. Die Wut brannte wie ein Feuer in ihren Eingeweiden und beherrschte für die nächsten Tage ihr Denken. Wie konnte sie sich so idiotisch benehmen? Hatte sie bisher nichts gelernt und war sie immer noch so ein kleines Mädchen das sich an der Nase herumführen ließ? Hatte die Lust zwischen Ihren Beinen die Führung übernommen? Sie war so abgelenkt, dass selbst ihre Kollegen sie auf ihre geistige ‚Abwesenheit‘ ansprachen.  Noch immer ging sie in Gedanken den Schriftverkehr mit diesem Idioten durch – soweit ihr das möglich war, denn es war alles weg. Er hatte all seine Spuren gründlich gelöscht und eine Mitteilung an den Seitenbetreiber hatte nur eine lapidare Auskunft gebracht #Für die Handlungen unserer Mitglieder sind wir nicht verantwortlich#

Sie musste sich ein anderes Portal suchen, hier fühlte sie sich nicht mehr sicher. Auch wenn ihr so etwas durchaus nochmal passieren konnte, wollte sie doch ihr möglichstes tun, dass die ‚Qualität‘ ihres Gegenübers etwas höher war als bei den Kerlen die sie bisher gehabt hatte.

Der ‚Gentleman‘ Teil II

Langsam trat er hinter sie. Er war nur unwesentlich größer, schlank und hatte, soweit sie das erkennen konnte dunkle kurze Haare.  Aber irgendwie hatte sie ein komisches Gefühl. Seine Ausstrahlung passte so gar nicht zu dem Typ Mann den er online vermittelt hatte. Aber, sie konnte sich auch irren. Sie hatte ihn ja nur kurz von der Seite gesehen und wirklich viel hatten sie ja noch nicht gesprochen. Auf was sie sich da wieder eingelassen hatte. Sie sollte sich nicht so von Ihrer Lust und den Hormonen dominieren lassen. Aber nun war sie schon mal hier, das „Spiel“ hatte begonnen und wenn er ihr zu dumm kam würde sie das abbrechen – dachte sie.

Während ihr all das durch den Kopf ging fuhr er mit seinen Händen über ihren Körper, hob die Bluse die sie trug an , umfasste ihre Brüste und kniff ihr in die Nippel „Hey, das ist unangenehm, lass das bitte, sowas war nicht abgesprochen. Verbale Dominanz ist ok, aber auf Schmerz stehe ich nicht, klar?“ Anne war sich bewusst, dass sie hier gleich eine Grenze setzen musste sonst könnte das aus dem Ruder laufen. Ihr Bauchgefühl meldete sich.

Oh, sorry, da ist die Lust wohl mit mir durchgegangen. Du bist meine kleine Stute und ich bin dein Hengst der dich nun besteigen will, leg dich auf das Bett, und ich bring dich schon in Stimmung“ Seine Hand lag zwischen ihren Beinen und mit seinem Finger hatte er ihre Klit stimuliert. Ihr Körper hatte das Kommando übernommen und reagierte wie erwartet..sie wurde nass.  Noch immer stand er hinter ihr und drückte sie vorsichtig Richtung Bett. „Leg dich hin, auf den Rücken und ziehe den Slip aus. Die Augen darfst du nun aufmachen. Ich muss kurz in’s Bad mich reinigen und dann werde ich mich dir widmen. Meine Stute wird viel Spaß mit mir haben.“
Wie abgedreht war der Typ denn? Nun ja, wenn er glaubte nochmal duschen zu müssen, eigentlich hatte er ja gut gerochen, das herbe Aftershave war Anne in die Nase gestiegen als er direkt hinter ihr stand. Aber so hatte sie Gelegenheit sich nochmal zu sammeln.

‚Du gehst aber ganz schon ran. Bisher hatten meine Dates immer genug Zeit und Muße sich ein wenig mit mir zu unterhalten.‘ Anne musste etwas lauter reden..ob er sie überhaupt verstand, denn die Dusche lief mittlerweile. Das war alles irgendwie abgedreht:(
Und schon wieder ließ er sie warten, fast 5 Minuten lief das Wasser und fast nochmal so lange bis er wieder in’s Zimmer kam. Der Typ hatte einen Reinigungstick, soviel war jetzt schon klar. Zudem war ihre Lust schon wieder erkaltet..da würde er sich anstrengen müssen dachte sie bei sich um sie wieder in Stimmung zu bringen.
Nun, hat meine Stute auch schön auf mich gewartet?“ (Was dachte der Typ eigentlich- er sah doch dass sie hier auf dem Bett lag) Dein Hengst hat nun große Lust auf dich und sein Schwanz wird es dir gut besorgen“ Mit diesen Worten kam er auf das Bett zu und…whow…das war wahrlich ein großer Schwanz! Er musste sich im Bad wohl schon in Stimmung gebracht haben, denn seine Erregung war unübersehbar! Hoch aufgerichtet ragte sein Glied bis über seinen Nabel. Er kniete sich auf das Bett und strich mit seiner Hand über Annes Innenschenkel hinauf bis zu ihrer Mitte. „Spreiz die Beine , lass mich fühlen ob du schon bereit bist. ich will dich besteigen, schnell und hart,  reden können wir später, erst einmal müssen wir beide den Druck ablassen unter dem wir stehen, denn du bist meine Stute und ich bin dein geiler Hengst“ Eigentlich war das Anne zu abgefahren, das war ja ein Superquickie aber der Anblick dieses Riesenschwanzes und sein Finger, der sie gekonnt bespielte hatten sie wieder in Stimmung gebracht. ‚Warum nicht‘, dachte sie bei sich als sie die Beine spreizte. Das Stute / Hengst gequatsche ging ihr zwar gehörig auf den Wecker aber sie versuchte da ‚auf Durchzug‘ zu stellen. ‚Nun dann zeig mir mal was der Hengst so alles drauf hat. Ich möchte mich später aber wirklich noch etwas unterhalten‘

Sie hatte nicht das Gefühl, als ob er ihr wirklich zuhörte. Fast grob schob er ihre Beine auseinander und drang mit einem harten Stoß in sie ein. Gleichzeitig griff er nach ihren Armen und hielt sie fest. Auf seine Ellbogen gestützt presste er sie auf das Bett, und bewegte sich immer schneller in ihr. Heftig atmend redete er ununterbrochen auf sie ein „Du gehörst mir, du bist meine Stute und ich ficke dich wie ich will. Wir werden in der Zukunft viel Spaß miteinander haben aber ich muss dir erst zeigen wer hier der Boss ist. Ich bin dein Hengst und deine Geilheit gefällt mir.
Immer schneller, härter und tiefer drang er in sie ein. Es begann zu schmerzen, mit Lust hatte das nun wirklich nichts mehr zu tun. Gerade als Anne begann sich zur Wehr zu setzen, versuchte, ihn von sich herunter zu stossen kam er mit einem lauten ‚AAHHHH‘ und sie spürte wie er sich in das Kondom ergoss das er übergestreift hatte.  Und gleich darauf ließ er sie los, zog sich aus ihr zurück und rollte sich auf den Rücken.

Das war sehr brav meine Stute. Du hast dich gut von mir einreiten lassen und wenn ich mich nun gereinigt habe werden wir uns wie gewünscht unterhalten. Du hast mich von meinem Druck befreit und deine Belohnung wird in Kürze folgen“ Anne war viel zu perplex um hier angemessen reagieren zu können. Sie war eigentlich froh dass er von ihr runter war und sie sich wieder frei bewegen konnte. ‚Du, das war nicht so doll…machst du das mit deinen Dates immer so?‘ Wieder musste sie laut reden, denn er war schon in’s Bad verschwunden. Dass er seine Kleider mitgenommen hatte hätte ihr zu denken geben sollen, aber irgendwie hatte sie das in ihrem Kopf nicht ‚umgesetzt‘.

„Ich habe jetzt Durst und würde uns gerne an der Bar etwas besorgen. Hier im Zimmer gibt es ja keine Minibar..willst du auch was?“ Vollständig angezogen stand er im Zimmer, während Anne, nur mit der weißen Bluse bekleidet, die sie immer noch anhatte, im Bett lag, die Bettdecke hochgezogen. ‚Du willst jetzt wirklich raus, ich würde mich gerne mit dir unterhalten, darüber reden was hier gerade abgegangen ist.‘ Sie war ungehalten.

Sorry du hast mich so geil gemacht..aber ich brauche jetzt unbedingt was zu trinken. Ich komme gleich wieder und dann reden wir und ich zeige dir, dass ich auch anders kann
Er wartete ihre Antwort erst garnicht ab, drehte sich herum und hatte auch schon das Zimmer verlassen. Anne konnte nur den Kopf schütteln, und langsam stieg die Erkenntnis in ihr hoch, dass sie an einen Psycho geraten war. Wollte sie ihn eigentlich nochmal? NEIN! Sie schlug die Decke des Bettes zurück und stand auf. Nun wollte sie sich duschen – irgendwie fühle sie sich besudelt, benutzt. Gerade als sie die Tür des Badezimmers öffnete hörte Sie wie an ihrem Handy eine SMS einging. Die weibliche Neugier siegte als sich noch einmal zurück ging um die Nachricht zu lesen..und dann musste sie sich erst einmal setzen. „Deine Fotze hat mir gute Dienste geleistet, aber diesen Hengst befriedigst du nicht. Ich bin auf dem Weg nach Hause

Er hatte sie sitzen lassen! Mit einem ganz üblen Gefühl im Magen ..und auf den Hotelkosten.
Langsam dämmerte ihr, dass das auch ganz anders hätte ausgehen können. Das dieser Kerl wohl wirklich absolut durchgeknallt war wurde ihr schlagartig klar.Ihre bisher, doch relativ guten Erfahrungen mit ’normalen Typen‘ hatten sie auf so etwas nicht vorbereitet
Es dauerte eine Weile bis sie sich soweit abgeregt hatte dass sie in’s Bad gehen konnte. Selten hatte sie sich so benutzt gefühlt und sie schwor sich dass ihr so etwas nun nicht mehr passieren sollte. Wie sie das anstellen wollte wusste sie noch nicht, denn jedes Date war ein Abenteuer. Aber sie wollte nun die Kontrolle nicht mehr aus der Hand geben. Und im Voraus für ein Zimmer zahlen..das würde sie auch nicht mehr.

Als sie auf ihrem Handy sein Profil checken wollte um auch eine Rückmeldung an die Moderatoren der Webseite zu geben musste sie erkennen, dass er das Profil schon gelöscht hatte. Auch in ihrem Chatverlauf waren alle Nachrichten von ihm gelöscht (das war hier so üblich). Es dauerte etwas bis sie sich soweit abgeregt hatte um sicher nach Hause zu fahren.

Wie sollte sie nun weitermachen ?